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Saudi-Schiff in Frankreich wegen Waffenlieferung vertrieben

Saudi-Schiff in Frankreich wegen Waffenlieferung vertrieben
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Die Bahri Yanbu, ein saudi-arabisches Frachtschiff, hat vor dem französischen Hafen Le Havre kehrt gemacht. Grund ist vermutlich eine Kontroverse um eine französische Waffenlieferung, die mutmaßlich von dem Schiff aufgenommen werden sollte.

Menschenrechtler hatten gegen die Waffenlieferung demonstriert. Sie vermuten, die Waffen könnten von Saudi-Arabien gegen Zivilisten eingesetzt werden. Eine Menschenrechtsgruppe hatte versucht, die Lieferung per gerichtlicher Verfügung zu verhindern, war damit aber gescheitert.

Frankreichs Verteidigungsministerium bestätigte dem Sender BFMTV, dass Waffen über Le Havre nach Saudi-Arabien geliefert werden sollen. Unklar blieb, ob das mit der Bahri Yanbu geschehen sollte. Das Schiff läuft jetzt vermutlich seinen nächsten Stopp an, den spanischen Hafen Santander.

Saudi-Arabien steht immer wieder im Fokus von Menschenrechtlern. Auch Deutschland hat wiederholt Waffen geliefert, die gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden können. Saudi-Arabien ist unter anderem in den Krieg im Jemen involviert, deshalb unterlag es bereits einem teilweisen Waffenembargo. Erst nach der Tötung des saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi rang sich die Bundesregierung zu einem kompletten Exportstopp durch. Schon Ende März wurde es aber wieder gelockert.