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Stadt Tübingen als Motor für die Grünen

Stadt Tübingen als Motor für die Grünen
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Die Grünen könnten als große Gewinner aus der Europawahl in Deutschland hervorgehen. Umfragen zufolge sind sie derzeit auf dem besten Weg, zweitstärkste Partei in Deutschland zu werden, noch vor den Sozialdemokraten.

Hier in Baden-Württemberg, wo sie mit der CDU eine Koalition bilden, kämen sie auf mehr als 30 Prozent der Stimmen. Grund für diesen Erfolg: Die Partei rückt immer mehr in die Mitte und vertritt dabei zunehmend auch Wirtschaftsinteressen.

Gernot Stegert vom Schwäbischen Tagblatt, meint, dass der Kurs der Partei absolut pragmatisch und realistisch sei. Früher hätte man noch zwischen Fundis und Realos unterschieden. Fundis in dem Sinne gäbe es eigentlich kaum noch.

Grüne brauchen die Wirtschaft

Bundesweit betrachtet ist der Aufstieg der Grünen noch recht neu, doch hier in Tübingen, in Baden-Württemberg, ist die Partei schon seit acht Jahren an der Regierung beteiligt. Und das macht sich bemerkbar: Ab sofort müssen alle Neubauten mit Sonnenkollektoren ausgestattet werden. Und Tübingen will als erste Stadt in Deutschland eine Steuer auf Einwegverpackungen einführen. Das neue Motto: Mehr Umwelt, aber mit der Wirtschaft.

Christoph Joachim, Vorsitzender der Grünen in Tübingen sagt: "Wir können nicht das leisten, was wir für den grünen You-Deal brauchen. Wir benötigen finanzielle Mittel. Die Wirtschaft weiß auch, dass ohne Umwelt wirtschaften wenig sinnvoll ist."

Früher war Tübingen eine Hochburg für die Konservativen, doch die Stadt ist immer grüner geworden. Falls die Partei auch bei der Europawahl ein gutes Ergebnis einfahren sollte, dann liegt das nicht zuletzt an ihrem Erfolg in Baden-Württemberg.