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Trump will mehr „qualifizierte Einwanderer, die Englisch können"

Trump will mehr „qualifizierte Einwanderer, die Englisch können"
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US-Präsident Donald Trump will ein anderes Einwanderungsrecht in den USA. Sein Plan: Illegale Einwanderung stoppen und ein System schaffen, das sich an Leistungen orientiert. Aktivisten mahnten in Washington, die Asylsuchenden nicht "aufzugeben".

Die Kongressabgeordnete Ilhan Omar, die in Somalia zur Welt kam:

"Wir können den Asylbewerbern nicht den Rücken kehren, nicht jetzt. Es ist ziemlich verheerend zu hören, wie Trump über Menschen spricht, die in aussichtslosen Situationen davonlaufen. Ich war einer von denen. Ich bin so dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, in ein Land wie die Vereinigten Staaten zu kommen."

Auch andere demokratische Politiker kritisierten das Vorhaben. Auf ihre Unterstützung ist Trump angewiesen, weil die Partei die Mehrheit im Repräsentantenhaus stellt.

Trump will mit dem Vorschlag, jungen, gebildeten, englischsprachigen Bewerbern den Vorzug zu geben, die mit Amerikanern verwandt sind, 2020 in seinen Wiederwahlkampf ziehen.

Kritiker vermissen detaillierte Vorschläge, etwa zur Frage, was mit den vielen hunderttausend Menschen geschehen soll, die sich derzeit mit einer Duldung in den USA aufhalten – Dreamer genannt.

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Donald Trump, US-Präsident:

"Nur 12% der legalen Einwanderer werden aufgrund ihrer Fähigkeiten oder ihrer Verdienste ausgewählt. In Ländern wie Kanada, Australien, Neuseeland und anderen liegt diese Zahl näher bei 60, 70 und in einigen Fällen sogar bei 75%."

Hinter der Initiative stehen Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Berater Stephen Miller, der als ausgesprochener Hardliner in Einwanderungsfragen gilt.

EINWANDERUNGSLAND USA

Trumps Großvater Friedrich Trump, ein gelernter Friseur, war 1885 auf der Suche nach einer beruflichen Zukunft aus Kallstadt in der Pfalz (damals Teil des Königreichs Bayern) in die USA eingewandert.

U.S. DHS 2011 Yearbook of Immigration Statistics (Wikipedia)

Nachdem Kolumbus 1492 Amerika entdeckt hatte, kamen erst einmal europäische Einwanderer in die USA, laut dem Blog "The American Dream" vor allem aus Spanien, Frankreich und England. Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreichten demnach 500.000 Menschen deutscher Herkunft die USA. Das Scheitern der Revolution im 18. Jahrhundert war für viele der ausschlaggebende Grund, ihre Heimat zu verlassen. Zwischen 1845 und 1849 schwappte eine weitere Einwanderungswelle in die USA, darunter Millionen von Iren, die vor der Hungersnot in ihrer Heimat flüchteten. Bis zu den Anfängen des 20. Jahrhunderts wanderten weitere Europäer ein, unter anderem Holländer und Schotten. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts kommen vor allem Menschen aus Asien und Süd- und Mittelamerika.

Sigrid Ulrich