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Mays Abschied unter Tränen: Am Brexit gescheitert

Mays Abschied unter Tränen: Am Brexit gescheitert
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Am 7. Juni wird Theresa May den Parteivorsitz der Tories abgeben. Damit sind auch ihre Tage als Premierministerin gezählt. Bis zur Sommerpause soll ihr Nachfolger gefunden sein – und damit der Erbe der Herausforderung Brexit, die für May am Ende zu groß wurde.

May weint, Corbyn will Neuwahlen, Johnson bringt sich in Stellung

Drei Jahre Amtszeit endeten unter Tränen: “Dass ich den Brexit nicht zu Ende bringen konnte, bereue ich und werde ich immer zutiefst bedauern. Ich räume meinen Posten, aber es war für mich die größte Ehre meines Lebens, die zweite, aber sicherlich nicht letzte Premierministerin gewesen zu sein. Ich werde ohne Groll gehen, aber in großer und bleibender Dankbarkeit für die Chance, dem Land gedient zu habe, das ich liebe", so May in ihrer Rücktrittserklärung.

Kurz danach meldete sich Oppositionsführer Jeremy Corby von der Labour-Partei zu Wort: Er pocht auf Neuwahlen “Wir wollen einen No-Deal-Brexit verhindern und wir werden im Parlament alles daransetzen, das auch zu tun. Aber die Wahrheit ist, dass ein neuer konservativer Regierungschef das Problem nicht lösen wird. Die Menschen sollten die Möglichkeit bekommen, neu zu entscheiden, wen sie in ihrer Regierung sehen wollen."

Brexit-Hardliner und Ex-Außenminister Boris Johnson dankte May für ihre „stoischen Dienste.“ Er gilt als Favorit im Rennen um ihre Nachfolge – und droht mit einem Brexit ohne Abkommen.

Der Brexit-Chefunterhändler der EU, Michel Barnier, sprach May seinen Respekt aus – genau wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Theresa May knüpfte ihr Schicksal an den Brexit und scheiterte. Ein Schicksal, das auch ihrem Nachfolger droht. Bis spätestens Halloween müssen die Briten die EU verlassen haben – mit oder ohne Deal.