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Proteste in Buenos Aires: Abtreibungen sollen legal werden

Proteste in Buenos Aires: Abtreibungen sollen legal werden
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Ein grünes Fahnenmeer in Buenos Aires. Hunderte Aktivistinnen und Aktivisten versammelten sich am Dienstag vor dem argentinischen Nationalkongress in der Hauptstadt, um für die Legalisierung von Abtreibungen zu demonstrieren. Dabei schwenkten sie grüne Taschentücher - ein Symbol für das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche.

Ein ähnliches Gesetz wurde zwar bereits im letzten Jahr verabschiedet, der Senat lehnte es jedoch unter dem Druck von religiösen Organisationen wieder ab.

Eine Demonstrantin sagte, sie hoffe, dass die Gesetzgeber diesmal auf ihr Gewissen hören würden und an die Mädchen denken, die an heimlich durchgeführten Abtreibungen gestorben seien.

Der neue Gesetzentwurf wurde um eine Passage erweitert, in der es speziell um Aufklärung und Beratungen von Frauen geht. Außerdem sollen Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu einem Jahr verhängt werden dürfen, wenn Ärzte oder Krankenhäuser eine freiwillige Abtreibung verzögern, blockieren oder ablehnen.

In Argentinien sind Abtreibungen derzeit nur nach einer Vergewaltigung erlaubt oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.