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USA: Abtreibungsklinik in Missouri bleibt geöffnet

USA: Abtreibungsklinik in Missouri bleibt geöffnet
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Die letze Abtreibungsklinik im US-Bundesstaat Missouri bleibt vorerst geöffnet. Das hat ein Richter entschieden, wenige Stunden, bevor die Lizenz der Klinik auslief. Das Gesundheitsministerium hatte die Betriebserlaubis nicht verlängern wollen. Sollte das Krankenhaus tatsächlich geschlossen werden, wäre Missouri der einzige US-Bundesstaat ohne eine Abtreibungsklinik.

"Das war ein wichtiger Sieg heute, und zwar sowohl für die Menschen in Missouri, die demonstriert haben, aber auch für Ärzte wie mich, die versuchen, ihren Job für die Menschen zu machen, die hier leben", sagte Dr. David Eisenhower von der Organisation "Planned Parenthood", die vor Gericht geklagt hatte.

Wie in vielen anderen US-Bundesstaaten gibt es auch in Missouri heftigen politischen Streit über das Recht auf Abtreibung. Missouri hatte in der vergangenen Woche ein Gesetz verabschiedet, das Schwangerschaftsabbrüche nach der achten Woche verbietet.

Damit schloss sich Missouri einer Reihe anderer US-Bundesstaaten an, die zuletzt sogenannte „Herz­schlag“-Gesetze verabschiedet hatten. Darin steht, dass Abtreibungen ab der Messbarkeit von Herztönen verboten sind und unter Strafe stehen. Das ist etwa ab der fünften oder sechsten Schwangerschaftswoche der Fall. Viele dieser Herzschlag-Gesetze sind so gestrickt, dass sie verfassungswidrig sind. Im Kern geht es also darum, einen Weg zu finden, damit sich der Supreme Court noch einmal mit dem Thema befasst.