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London rüstet sich für den Besuch von Donald Trump

London rüstet sich für den Besuch von Donald Trump
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US-Flaggen an der Mall, der Hauptstraße, die zur offiziellen Residenz der Queen führt, dem Buckingham Palast: London macht sich schick für Donald Trump. Drei Tage wird der US-Präsident in Großbritannien zu Gast sein, zahlreiche politische Gespräche führen und auch an den Feiern zum Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie teilnehmen.

Donald Trump ist erst der dritte US-Präsident, der das Vereinigte Königreich besucht. Beim letzten Mal beging er den protekollarischen Fauxpas, der Königin den Rücken zuzudrehen, und die ganze Welt sah dabei zu. Trumps Besuch fällt in eine politisch spannende Zeit in Großbritannien. Am Dienstag will er sich mit Theresa May treffen, die drei Tage später als Regierungschefin zurücktreten wird. Dem potentiellen Nachfolger, Boris Johnson, hat Trump bereits mehrfach seine politische Unterstützung zugesichert.

Er mischte sich auch in die Brexit-Debatte ein. In einem Interview empfahl er der Regierung, den Brexit-Hardliner Nigel Farage mit zu den Verhandlungen mit der EU zu nehmen. May habe alle Karten aus der Hand gegeben, kritisierte Trump. In der britischen Öffentlichkeit wurde dies als ungehörige Einmischung aufgefasst. Nicht wenige sind der Meinung, Großbritannien solle Trump nicht so einfach den roten Teppich ausrollen.

"Viele Londoner fühlen sich regelrecht beleidigt von den Dingen, die Trump in den vergangenen zwei, drei Jahren gemacht hat: Das Recht auf Abtreibung beschneiden, Eltern und Kinder an der mexikanischen Grenze trennen, der sogenannte Muslim-Ban, die Art wie er Nazis in Charlottesville verteidigt hat, wie er den Klimavertrag von Paris gekündigt hat, und so weiter. Ich finde es aber auch falsch, dass Theresa May ihm nie richtig die Meinung gesagt hat", sagte Sadiq Khan, der Bürgermeister von London in einem Sky-Interview.

Im vergangenen Jahr gab es beim Besuch von Donald Trump Proteste und Kundgebungen. Zehntausende Menschen gingen in London auf die Straße. In diesem Jahr rechnet London mit mindestens genauso vielen Demonstranten.