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Rücktritt von Nahles: Wackelt die Große Koalition?

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Der Rücktritt von Andrea Nahles stürzt die SPD ins Chaos.

Nach dem Debakel bei der Europawahl hatte die Partei- und Fraktionschefin noch angekündigt, kämpfen zu wollen. Nach einer knappen Woche voller Angriffe und Kritik, dann der überraschende Schlussstrich.

Wie es bei der nun führungslosen SPD weitergeht, ist noch offen. Vor allem aber stellt sich die Frage, ob Nahles Entscheidung zu einem Dominoeffekt führt: Die Stimmen mehren sich, dass die Große Koalition zerbrechen könnte.

Zerbricht die Große Koalition?

Beschwichtigung vonseiten des Koalitionspartners: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer bekannte sich zum Bündnis mit den Sozialdemokraten: "Dies ist nicht die Stunde von parteitaktischen Überlegungen. Wir stehen weiter zur Großen Koalition."

Kanzlerin Angela Merkel äußerte ihren Respekt für die Entscheidung von Nahles. Sie plädiert ebenfalls für Stabilität:

"Wir werden die Regierungsarbeit fortsetzen mit aller Ernsthaftigkeit und vor allen Dingen aber auch mit großem Verantwortungsbewusstsein"

Kommissarische Führung bei der SPD

In der SPD zeichnet sich ab, dass zunächst eine kommissarische Führung eingesetzt werden soll. Hoch gehandelt werden die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer ebenso wie ihre Amtskollegin aus Mecklenburg-Vorpommern: Manuela Schwesig.

Die Führung der Fraktion - das steht schon fest - wird der Kölner SPD-Abgeordnete und Fraktionsvize Rolf Mützenich kommissarisch übernehmen. Die ursprünglich für kommenden Dienstag geplante Neuwahl des Fraktionsvorsitzes soll nicht stattfinden.