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Andrea Nahles: ein Leben für die SPD

Andrea Nahles
Andrea Nahles -
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REUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo
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Andrea Nahles - das war ein Leben mit der SPD und für die SPD

Schon als 18-jährige Gymnasiastin tritt sie der Partei bei und gründet kurz darauf den ersten SPD-Ortsverband in ihrem kleinen Heimatdorf Weiler in der Eifel.

Ihre Parteikarriere beginnt bei den Jusos: Zunächst Kreis- und Landesvorsitzende, ist Nahles von 1995 bis 1999 Bundesvorsitzende der Jugendorganisation der SPD. 1998 zieht sie erstmals in den Bundestag ein.

"Gottesgeschenk" für die Partei

Bequem ist sie nicht für die Sozialdemokraten - kritisiert sie doch gern einmal die Großen der Partei, wie Bundeskanzler Gerhard Schröder wegen seiner Agenda 2010. Aber Oskar Lafontaine bezeichnet sie als "Gottesgeschenk" für die Partei.

Nahles, die Kämpfernatur, wird von 2009 bis 2013 SPD-Generalsekretärin und Bundesministerin für Arbeit und Soziales von 2013 bis 2017. Während ihrer Amtszeit wird die Einführung des Mindestlohns beschlossen.

Erste Frau an der Spitze der SPD

Nach der enttäuschenden Bundestagswahl 2017 verlässt sie das Ministerium und wird Fraktionsvorsitzende. Nahles setzt sich dafür ein, wieder in eine Große Koalition einzutreten - eine Entscheidung, die in der Partei bis heute umstritten ist.

2018 wird sie - auf Vorschlag vom ehemaligen Kanzlerkandidaten Martin Schulz - zusätzlich Parteivorsitzende.

Schwächelnde Volkspartei

In beiden Ämtern, als Partei- und als Fraktionschefin, ist die erste Frau in der SPD. In dieser Doppelfunktion kämpft Nahles unermüdlich, um die schwächelnde Volkspartei wieder auf die Beine zu bringen.

Nach dem Desaster bei der Europawahl erklären viele ihrer Parteifreunde Andrea Nahles zum Sündenbock. Mit ihrer Entscheidung, die Wahl des Fraktionsvorsitzes vorzuziehen, gerät Nahles pareiintern noch stärker in die Kritik.

Nun sorgt sie für klare Verhältnisse und tritt als Partei- und Fraktionschefin zurück.