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D-Day: So führten die Alliierten die Deutschen an der Nase herum

D-Day: So führten die Alliierten die Deutschen an der Nase herum
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Es war einer der entscheidenden Momente im Zweiten Weltkrieg: Die Landung der Alliierten in der Normandie. Die größte See-Invasion, die es jemals gegeben hat, war in ihrer Vorbereitung und Ausführung beispiellos. Die riesige Armada an Truppentransportern, Kriegs- und Unterstützungsschiffen wurde an der Südküste Englands zusammengetrommelt. Das Ziel: Die Küste westlich der Straße von Calais. Die deutschen Kriegsplaner sollten in die Irre geführt und der genaue Landeort der Allierten verschleiert werden. Ein Täuschungsmanöver, das in die Geschichte einging.

Paul Reed, Militärhistoriker:

"Die Planungen für den D-Day waren immens. Vorwände gegenüber den Deutschen, wo und wann die Landungen stattfinden würden, gehörten genauso dazu, wie der Aufbau einer ganzen Phantom-Armee. Wir wollten, dass sie denken, dass wir im Norden Frankreichs, in der Nähe von Calais, ankommen, da wo die Route über den Kanal am kürzesten ist. Es ging darum, dass die Deutschen ihr Material und ihre Truppen dort unterbringen und wir landeten in Wirklichkeit woanders."

"Es gab keine Erfolgsgarantie"

Die Deutschen zu täuschen, war riskant. Die Invasionstruppen mussten noch die gewaltige Verteidungslinie durchbrechen, die die Nazis entlang der nördlichen und westlichen Küste Frankreichs errichtet hatten.

"Das war die größte amphibische Operation der Geschichte - 156.000 Männer landeten am 6. Juni 1944 an den Stränden der Normandie, es waren Tausende Militärschiffe", so Reed. "Eine große Aufgabe lag vor ihnen und es gab keine Erfolgsgarantie. Denn sie standen dem Atlantikwall gegenüber: Enorme Verteidigungsanlagen, eingegrabene Truppen, Stacheldraht, Minenfelder, Betonbunkern - alles jahrelang vorbereitet."

Große Verluste auf beiden Seiten

Zu den vielen Unwägbarkeiten des D-Day zählten auch die Soldaten selbst. Zehntausende ungeübte Truppen hatten zum ersten Mal einen solch heftigen Kampf vor sich.

"Die überwiegende Mehrheit der Männer, die in den frühen Morgenstunden am D-Day landete, war noch nie in einen Kampf involviert", sagt Reed. "Sie waren Neulinge. Aber sie waren auf dem Höhepunkt ihrer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit und man sieht, dass sich das am D-Day ausgezahlt hat."

Die Landung in Nordfrankreich war nur der erste Schritt. Die Schlacht um die Normandie zog sich monatelang hin. Sie forderte auf beiden Seiten schwere Verluste und kostete bis zu 20.000 Zivilisten das Leben - ein hoher Preis für den ultimativen Sieg.