Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Doch keine US-Sonderzölle: Mexiko erleichtert

Doch keine US-Sonderzölle: Mexiko erleichtert
Copyright
REUTERS/Tom Brenner
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Die USA wollen im Streit mit Mexiko um illegale Einwanderung auf die Erhebung von Strafzöllen auf Warenimporte aus dem Nachbarland vorerst verzichten. Beide Länder hätten eine Einigung im Grenzstreit erzielt, erklärte US-Präsident Donald Trump auf Twitter. Die ab Montag geplanten Zölle seien auf unbestimmte Zeit aufgeschoben, schrieb Trump. Mexiko habe im Gegenzug die Bereitschaft erklärt, sich mit strengen Maßnahmen gegen die Migrationsflut zu stemmen.

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador zeigte sich erleichtert. Die mexikanische Botschafterin in den USA, Martha Barcena, erläuterte die Maßnahmen des Landes:

"Mexiko wird beispiellose Schritte unternehmen, um die irreguläre Migration einzudämmen, einschließlich des Einsatzes der Nationalgarde in ganz Mexiko, wobei der Südgrenze Vorrang eingeräumt wird. Mexiko ergreift auch entschlossene Maßnahmen, um Menschenschmuggler und deren Organisationen sowie ihre illegalen Finanz- und Transportnetze zu demontieren."

Viele unbegleitete Kinder festgesetzt

Der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard sagte nach einem Verhandlungsmarathon in Washington, ab Montag werde die Nationalgarde an die Grenze zu Guatemala verlegt, um die illegale Migration von Mittelamerikanern in die USA zu stoppen.

Das US-Außenministerium teilte mit, Mexiko müsse künftig einen besseren Informationsaustausch betreiben und sich an koordinierten Aktionen mit den Vereinigten Staaten beteiligen.

Nach offiziellen Angaben wurden an der Südgrenze der USA allein im Mai 144.000 Menschen festgesetzt, darunter viele Kinder, die ohne ihre Eltern unterwegs waren.