IS bekennt sich zu Selbstmordanschlägen von Tunis

IS bekennt sich zu Selbstmordanschlägen von Tunis
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Der sogenannte "Islamische Staat" steht offenbar hinter den Selbstmordanschlägen von Tunis. In einer über das Internet verbreiteten Nachricht des IS-Sprachrohrs Amak hieß es am Donnerstag, die Angreifer seien Kämpfer der Gruppierung gewesen.

In der tunesischen Hauptstadt waren am Donnerstag bei zwei kurz aufeinander folgenden Explosionen im Stadtzentrum, neben einem Attentäter, ein Polizist getötet und acht weitere Menschen verletzt worden.

Wie das tunesische Innenministerium mitteilte, sprengte sich ein erster Attentäter im Stadtzentrum nahe der französischen Botschaft und der historischen Altstadt in die Luft, ein zweiter Attentäter nahe einer Polizeistation auf der Avenue Charles de Gaulle.

Der erste Anschlag ereignete sich demnach auf der zentralen Avenue Bourguiba, unweit der französischen Botschaft. Ein Attentäter habe sich einem Polizeiwagen genähert und sich dann in die Luft gesprengt.

Kurz darauf sprengte sich ein zweiter Attentäter nahe der Polizeistation im Stadtteil Al-Gorjani in die Luft. Dort befindet sich eine Anti-Terror-Einheit der Sicherheitskräfte. Ein Polizeibeamter wurde getötet. Ob der Attentäter bei dem Angriff ums Leben kam oder fliehen konnte war zunächst nicht klar.

Erst im vergangenen Oktober hatte sich ebenfalls auf der zentralen Prachtstraße Bourguiba eine Attentäterin nahe einem Polizeiauto in die Luft gesprengt und mehr als 20 Menschen verletzt.