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Gibraltar: Iranischer Öl-Tanker festgesetzt

Gibraltar: Iranischer Öl-Tanker festgesetzt
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Der Iran hat nach der Festsetzung seines Öltankers in Gibraltar den britischen Botschafter ins Außenministerium einbestellt. Damit protestiere man gegen die "illegale und inakzeptable

Beschlagnahmung" des Frachters. Die britische Marine hatte das unter panamaischer Flagge fahrende Schiff am Donnerstag gestoppt:

Der Regierungschef Gibraltars Fabian Picardo sagte, dass "die Strafverfolgungsbehörden, zusammen mit der britischen Marine, einen Supertanker festgesetzt haben, der Rohöl nach Syrien transportierte. Wir haben das Schiff und seine Ladung aufgrund zuverlässiger Informationen gestoppt, weil die 'Grace 1' möglicherweise gegen EU-Sanktionen verstoßen hat, die für Syrien gelten."

Spaniens Außenminister Josep Borrell bestätigte, dass die Aktion von Spanien aus gedeckt war.

"Natürlich wussten wir von dieser Operation. Das Gebiet wurde von Schiffen des Zivilschutzes bewacht, wir haben alles, was mit dieser Aktion zusammenhängt genau beobachtet. Die USA hatten Großbritannien um Aufklärung gebeten. Wir prüfen nun, welche Auswirkungen das auf die Souveränität Spaniens hat,denn der Vorfall hat sich, nach unserem Verständnis, in spanischen Gewässern ereignet."

In Europa hat man bisher versucht, dem Konflikt zwischen dem Iran und den USA neutral gegenüber zu stehen.

"Man kennt unsere Haltung. Die EU steht hinter dem Atomabkommen - vorausgesetzt, der Iran erfüllt alle Vereinbarungen. Zusammen mit den Außenministern von Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben wir die jüngste Ankündigung des Iran zur Kenntnis genommen - es ist eine Entscheidung, die wir bedauern", so Maja Kocijancic, Sprecherin der Europäischen Kommission.

Seit 2011 sind von europäischer Seite aus alle Öl-Transporte per Schiff nach Syrien verboten. Es ist das Mal, dass ein Tanker auf See beschlagnahmt wurde.