Parlamentswahl in Griechenland: Machtwechsel an der Spitze?

Parlamentswahl in Griechenland: Machtwechsel an der Spitze?
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REUTERS/Costas Baltas
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Griechenland wählt heute ein neues Parlament. Es sind die ersten Wahlen nach Ende der fast zehnjährigen Finanzkrise - und es scheint sich ein Machtwechsel an der Spitze abzuzeichnen.

Unter den zehn Millionen wahlberechtigten Bürgern könnten viele Ministerpräsident Alexis Tsipras und seiner Linksregierung eine Absage erteilen. Dieser motivierte die Griechen am Morgen, den Weg des Landes mit ihrer Stimme mitzugestalten:
"Heute ist ein Tag für Demokratie. Griechinnen und Griechen entscheiden, welche Richtung das Land in den nächsten vier Jahren einschlagen wird. Sie entscheiden über ihre Leben. Die Wahlurnen wurden heute Morgen freigegeben und sie waren leer. Deshalb wird die Wahlentscheidung eines Jeden das Wahlergebnis bestimmen."

Opposition laut Umfragen vorne

Umfragen zufolge könnte eben das positiv für Oppositionschef Kyriakos Mitsotakis und seine Partei Nea Dimokratia ausfallen. Mitsotakis wird schon als neuer Ministerpräsident gehandelt - und würde so in die Fußstapfen seines Vaters Konstantinos treten, der das Land zwischen 1990 und 1993 regierte.

"Wahlen sind die große Zelebrierung der Demokratie. Ich beuge mich respektvoll dem Urteil des Volkes. Heute nehmen die Griechen das Schicksal ihres Landes in ihre eigenen Hände. Und ich bin sicher, morgen wird eine bessere Zukunft für Griechenland bringen", verkündete Mitsotakis nach seiner Stimmabgabe.

Radikale Parteien werden Erhebungen zufolge voraussichtlich keine großen Erfolge erzielen - und wirken so einem Trend entgegen, der sich in einigen europäischen Ländern eingestellt hat.

Heute Morgen um sieben Uhr öffneten die Wahllokale für die Parlamentswahlen. Ministerpräsident Alexis Tsipras hat vorgezogene Wahlen für das Land ausgerufen. Zwei Wochen nachdem seine Syriza-Partei bei den Europawahlen und Regionalwahlen Niederlagen erlitten hatte. Alle Parteien haben die Bürger dazu aufgerufen, wählen zu gehen, und betonten die Wichtigkeit der Wahl.
Klelia Avatagelou
euronews, Athen