Operation Thunderball: Schlag gegen Wildtierhandel

Operation Thunderball: Schlag gegen Wildtierhandel
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Nashörner, Elefanten, Löwen - sie alle werden gejagt, um Elfenbein oder Felle zu verkaufen. Der Handel mit Wildtieren, er generiert jedes Jahr Hunderte Millionen Euro. Viele Arten sind deshalb vom Aussterben bedroht.

Die internationale Polizeiorganisation Interpol hat deswegen zusammen mit der Weltzollorganisation (WCO) eine umfangreiche Ermittlung gestartet. Weltweit wurden im Rahmen der "Operation Thunderball" rund 600 Verdächtige identifiziert, es gab zahlreiche Verhaftungen.

Allein im vergangenen Monat wurden knapp 20.000 Wildtiere beschlagnahmt. Am häufigsten wird mit Reptilien und Schildkröten denen gehandelt. Tiere, wie lebende Primaten, Großkatzen oder Vögel - sie entgingen nur knapp dem Verkauf.

Der Geschäftsführer von Interpol, Tim Morris, erklärt:

"Viele lassen sich leicht mit Geld ködern - Geld, das mit illegalem Tierhandel erwirtschaftet wird. Dieses Geld fließt zum einen an diejenigen, die die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum töten oder einsperren. Zum anderen geht es an Zwischenhändler oder Unternehmen, die mit den Tieren Handel betreiben."

Der Internationale Fonds für Tierschutz weist daraufhin, dass Wildtiere zunehmend auch im Internet angeboten werden.

Der Handel mit Wildtieren greift nicht nur massiv in die Umwelt ein, von ihm profitieren auch bewaffnete Gruppen, die sich durch illegalen Handel finanzieren. Das führt zu mehr Destabilität in wirtschaftlich schwachen Ländern.