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Sorge oder Medienzirkus: Sollte Merkels Zittern thematisiert werden?

Sorge oder Medienzirkus: Sollte Merkels Zittern thematisiert werden?
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Drei Mal hat die deutsche Kanzlerin Angela Merkel innerhalb von drei Wochen bei öffentlichen Auftritten gezittert. Sie selbst und ihr Team beharren darauf: Der Kanzlerin gehe es gut.

Einige sind jedoch um ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen besorgt. Mit dieser Sorge geht allerdings auch ein Medienrausch einher: Die Zitteranfälle als Video - rangezoomt, in Zeitlupe und immer wieder hintereinander abgespielt.

"Ich glaube, dass sich in dem Umgang mit Angela Merkels Zitteranfällen momentan eine Gnadenlosigkeit in der Mediengesellschaft widerspiegelt. Es ist schon brutal, wie das ganze thematisiert wird, ausgeschlachtet wird", sagt Moritz Tschermak von BILDblog gegenüber euronews.

Es wird viel spekuliert, in den Medien und sozialen Netzwerken, über die vielleicht mächtigste Frau der Welt. Das wurde noch intensiver, als sich die fast 65-Jährige beim Besuch der neuen dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen in Berlin entschied, während der militärischen Ehren zu sitzen. Das ist eigentlich unüblich. Anschließend betonte Merkel erneut, dass alles in Ordnung sei.

"Ich fand es richtig und wichtig, dass sie beim Staatsempfang der dänischen Regierungschefin gesagt hat, ich habe von meinem Arzt gesagt bekommen, im Sitzen passiert das eher nicht, also sitzen wir", erklärt Prof. Dr. Marlis Prinzing. Sie ist freie Journalistin und Journalismusforscherin. Sie lehrt an der Hochschule Macromedia in Köln.

Das Sitzen sei zwar "etwas Unübliches", aber Merkel habe Rechnung ihrer momentanen Situation getragen und trotzdem gezeigt, dass sie überwiegend fit sei und ihren Aufgaben nachkommen kann.

Ich halte das für positiv, dass man mittlerweile sachorientiert reden kann.
Prof. Dr. Marlis Prinzing
Journalismusforscherin, Journalistin und Professorin

"Angela Merkel ist gewählte Bundeskanzlerin. Die Wählerinnen und Wähler haben ihr offenbar zugetraut, das Land zu führen, sehr weittragende Entscheidungen zu treffen. Ich finde, da könnte man der Frau zugestehen, dass, wenn sie sich jetzt schon zu ihrem Gesundheitszustand äußert und klar Position bezieht, ihr man das auch erstmal glauben kann. Ich jedenfalls habe bisher nichts gesehen, das darauf hindeutet, dass sie die Öffentlichkeit belogen haben könnte", erklärt Tschermak.

Friederike Herrmann, Medienethikerin von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, erklärt aus ihrer Sicht, wieso es derzeit einen Medienrummel gibt.

"Da gibt es zum einen die, die das aus politischen Gründen instrumentalisieren", sagt sie. "Denen ein Interesse daran liegt zu sagen: 'Angela Merkel ist als Kanzlerin nicht mehr geeignet'. Sie versuchen dann, die Sache hochzukochen und daraus irgendwas zu machen. Und das andere sind die üblichen Skandalisierungen. Diese Aufgeregtheitsspirale, die wir in den Medien immer wieder beobachten."

Die Berichterstattung über Merkels Gesundheit ist "wichtig und richtig", so Prinzing. "Angela Merkel ist Bundeskanzlerin und damit ist sie eine Person der Zeitgeschichte. Das heißt, es ist für die Bevölkerung natürlich wichtig zu wissen, wie geht es einer Persönlichkeit, die so viel Entscheidungsmacht und so viel Bedeutung hat", erklärt Prinzing.

Medien fragten sogar Lippenleser an

Die Zusicherungen der Kanzlerin scheinen den Medien jedoch nicht zu genügen. Einige suchten das Gespräch mit Ärzten und Psychologen, erfragten mögliche Diagnosen zum Leiden der Kanzlerin. Andere fragten die professionelle Lippenleserin Julia Probst an.

Die erklärte auf Twitter, sie habe eine Reihe von Anfragen erhalten. Sie sollte ablesen, was Merkel während ihres Zitteranfalls gesagt hat. Probst schrieb, sie sei darüber entsetzt. " Ich finde es nicht witzig und verstehe es auch nicht, warum sowas relevant sein soll für die Medien", antwortete sie auf die Anfragen diverser Medienhäuser.

Für ihren Widerstand erhielt Probst viel Zuspruch. Auch Herrmann denkt, die Lippenleserin habe richtig gehandelt. "Das ist eine Unverschämtheit, und zum Glück war die junge Frau ja so fit und standhaft in ihrer Sache, dass sie sich darauf nicht eingelassen hat. Das wäre ja fast schon ein Abhörskandal", sagt sie.

"Das kann man einfach nicht machen. Wenn die Kanzlerin intern etwas sagt, ist es nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Da hat keine Lippenleserin das herauszulesen. Aber die Frau war ja auch vernünftig und hat das abgelehnt."

Die betreffenden Medienhäuser scheinen jedoch eine Alternative zu Probst gefunden zu haben. Auf Twitter schrieb sie in einem anderen Post: "Leider haben die Medien nun eine andere Lippenleserin gefunden, die sich dafür hergegeben hat. Ich kann es nicht verstehen, wie man für ein bisschen Aufmerksamkeit alles tut und Anstand/Respekt nicht zählt."

Was ist Privatsphäre und was öffentliches Interesse?

Viele argumentieren, dass die Gesundheit der Kanzlerin keine Privatsache sei. Doch hat die Kanzlerin wirklich eine Verpflichtung, ihren Zustand öffentlich zu machen? Oder nutzen Medien diese Erklärung nur für ein paar Klicks?

Der Journalismus ist dafür da, der Politik auf den Zahn zu fühlen. Für den Puls ist der Arzt zuständig.
Heribert Prantl
Süddeutsche Zeitung

Haben wir ein Recht darauf, die Krankengeschichte eines Regierungschef oder anderen hohen Politikers zu erfahren?

Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung kommentierte gegenüber Euronews: "Ich wünsche Angela Merkel, dass sie gesünder ist als viele Reaktionen auf ihr Zittern es sind: Da tarnt sich nicht selten Sensationsgeilheit mit Fürsorglichkeit. Der Journalismus ist dafür da, der Politik auf den Zahn zu fühlen. Für den Puls ist der Arzt zuständig. Es sollte zum ethischen Konsens der Presse gehören, körperliche Schwächen nicht aufzubauschen."

Und weiter: "Es gibt keinen öffentlichen Anspruch auf eine Kanzlerinkrankenakte und auf ein ärztliches Bulletin, solang die Kanzlerin ihren Amtsgeschäften gewachsen ist; und das ist ganz offensichtlich der Fall. Und im Fall einer wirklich ernsthaft beeinträchtigenden Erkrankung bestimmt den Zeitpunkt der Veröffentlichung die Erkrankte, nicht RTL oder die Bildzeitung."

Diese ganzen Spekulationen sind medienethisch nicht vertretbar.
Friederike Herrmann
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Tschermak sieht das Problem besonders bei Boulevardmedien: "Das Ganze findet natürlich auch noch in der Öffentlichkeit statt, es gibt Aufnahmen. Das ist natürlich alles eine große Vorlage für Medien, gerade für Boulevardmedien." Für ihn ist es allerdings keine Frage des "Ob" sondern des "Wie". Man solle die Vorfälle nicht totschweigen, so Tschermak. Jedoch sei es eine Frage, wie die Berichterstattung darüber aussehe. "Wie die Bilder ausgeschlachtet werden, das finde ich mindestens grenzwertig, wenn nicht schon über die Grenze hinaus."

Auch Prinzing sieht das Problem eher beim "wie". "Da gibt es sehr große Unterschiede", sagt sie. Allerdings sieht sie auch, dass viele Medien sachgemäß berichten. "Wenn man wirklich auf die massenmediale, auf die journalistisch professionelle Berichterstattung schaut, ist mein Eindruck, dass überwiegend sachorientiert berichtet wird. Man findet Expertengespräche – da wird ein Neurologe befragt, was heißt das denn eigentlich, wenn jemand solche Zitterattacken hat."

"Ich halte es für richtig, wichtig und notwendig, dass sie erklärt, was es eigentlich bedeutet, dass sie bestimmte Schwächesituationen hat. Es ist dann relativ rasch privat, wenn es in die Details geht. Ich würde da wirklich einen großen Unterschied machen", sagt Prinzing.

Öffentliche Debatte kann dabei helfen, über Krankheiten aufzuklären

Im gleichen Atemzug würde aber darauf hingewiesen, dass es sich dabei um Ferndiagnosen und grundsätzliche Einschätzungen handle. "Es wurde beispielsweise öfter thematisiert, dass es sich dabei um einen sogenannten Tremor handeln kann", erzählt Prinzing. Sie findet die öffentliche Debatte wichtig. Denn so wird die Aufmerksamkeit auf Krankheiten gelenkt, die viele Menschen betreffen. "Es wird einfach sachlich und öffentlich diskutiert", so Prinzing. "Wir haben ja alle unsere Krankheiten und Schwächen, haben mal fitte Zustände, mal weniger fitte Zustände."

"Wir haben das in der deutschen Politik mehrfach gehabt. Ob es jetzt darum ging, ob ein Politiker einen Herzinfarkt hatte oder eine Politikerin krebskrank geworden ist – da gibt es ganz viele Beispiele. Ich halte das für positiv, dass man mittlerweile sachorientiert reden kann. Denn auch das war nicht immer so."

Herrmann erklärt die Situation aus einer medienethischen Sicht. "Es gibt eigentlich zwei Aspekte", sagt sie. "Medienethisch müsste man sagen, die aktuelle Berichterstattung ist eindeutig eine Verletzung der Privatsphäre. Eine Kanzlerin hat natürlich auch ein Recht auf Privatsphäre und Gesundheit gehört eindeutig dazu. Das heißt, es geht erstmal die Medien schlicht und einfach nichts an. Nun kann man natürlich anführen, das ist in der Öffentlichkeit sichtbar. Dann kann man das kurz thematisieren. Aber diese ganzen Spekulationen, was da los ist, die gehen eigentlich nicht und sind medienethisch nicht vertretbar."

Unterscheidet sich die Privatsphäre einer Kanzlerin von der normaler Bürger?

"Die Privatsphäre unterscheidet sich erstmal überhaupt nicht. Das Recht auf Privatsphäre hat jeder Mensch, das haben auch Prominente", sagt Herrmann.

Tschermak sieht das etwas anders. "Die Privatsphäre von Angela Merkel ist etwas enger gefasst als bei allen anderen Leuten. Das hängt mit der exponierten Position zusammen, die sie in Deutschland bekleidet", erklärt er.

Medien können sich nicht alles erlauben, nur, weil eine Person eine Person des öffentlichen Lebens ist.
Moritz Tschermak
BILDblog

Auch der Professorin zufolge gibt es jedoch einen Unterschied zwischen prominenten und nichtprominenten Menschen. Wenn etwas eine Rolle für die Öffentlichkeit spielt, sollte man darüber berichten. Das wäre zum Beispiel "eine Erkrankung, die die Regierungsgeschäfte in Frage stellt oder auch nur für eine Zeit in Frage stellt. Dann hat die Öffentlichkeit, das wäre sogar medienethisch und auch medienrechtlich so, ein Recht darauf zu erfahren, was los ist. Weil dann das öffentliche Leben und die öffentlichen Regierungsgeschäfte betroffen sind", erklärt Herrmann.

Prinzing basiert ihre Argumentation auf dem Pressekodex, welcher "Richtlinien und Empfehlungen gibt". Laut der Richtline 8.6 gehöre "die körperliche und psychische Befindlichkeit" zur Privatsphäre. Das gelte generell, für alle. Anderseits stehe "eine Person der Zeitgeschichte, die sehr exponiert und als Vorbild in der Öffentlichkeit steht", in der Verantwortung, mitzuteilen, wie es einem geht. Das habe die Kanzlerin jedoch ausreichend getan.

Die Frage sei, wie weit man in der Berichterstattung gehen will, so Tschermak. Er erzählt, dass in einigen Kommentaren - in sozialen Netzwerken aber auch in der Berichterstattung - indirekt sogar der Rücktritt von Angela Merkel gefordert wurde. "Das ist schon relativ anmaßend."

Die Privatsphäre von Menschen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen, sei "natürlich nochmal stärker geschützt als die von Angela Merkel", so Tschermak. "Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass sich Medien dann alles erlauben können, nur, weil eine Person eine Person des öffentlichen Lebens ist. Der Gesundheitszustand von Angela Merkel gehört meiner Meinung nach zum schützenswerten Bereich ihrer Privatsphäre."

Wie sollten die Medien mit der Situation umgehen?

Herrmann zufolge machen sich viele Medienhäuser mit ihrer intensiven, spekulativen Berichterstattung "lächerlich". Die Zitteranfälle der Kanzlerin könne man "kurz thematisieren, weil es öffentlich sichtbar ist und dann kann man zur Tagesordnung übergehen".

Die Medien sollten zudem berichten, dass es "keine Anzeichen für eine ernstzunehmende Krankheit" gebe. Merkel und ihr Team "haben gesagt, es wird sich wieder legen". Die Zitterattacken seien vielleicht "ein ungewöhnlicheres Phänomen, aber man muss auch nicht jeden Schnupfen eines Politikers thematisieren", so Herrman. "Da macht man sich wirklich auch lächerlich."

Tschermak erzählt von einem Fall, in dem BILDblog die Bild-Zeitung kritisiert hat. Die Redaktion der Bild habe ein Video auf Youtube gestellt, das den "dritten Zitteranfall von Angela Merkel sehr deutlich in Großaufnahmen und in Wiederholungsschleife gezeigt hat". Der Kommentarbereich wurde jedoch nicht gesperrt. "Das war vielleicht der erste Fehler", so Tschermak. Die meisten Kommentare die folgten, waren voll Hass und böser Wünsche. Die Bild-Redaktion moderierte - vorerst - nicht.

"Es gab wirklich reihenweise Kommentare, die ihr den Tod wünschten", erzählt Tschermak. "Das ist pure Hetze und purer Hass." Die Kommentare seien stundenlang online gewesen. Erst nachdem BILDblog darüber berichtete, sperrte die Redaktion den Kommentarbereich. "Die Kommentare sind jetzt weg, immerhin - aber einige Stunden zu spät", sagt Tschermak.

"Teilweise waren Kommentierungen zu lesen, sie solle ein ärztliches Attest vorlegen", sagt Prinzing. Das sei aber die Entscheidung der Kanzlerin. Und man müsse sich auf ihre Auskunft verlassen.

Andere Politiker versteckten ihre Krankheiten

Es gibt Politiker aus der ganzen Welt, die ihre Krankheiten vor den Wählern versteckten. Bei Frankreichs früherem Präsidenten Francois Mitterrand wurde während der Amtszeit Prostatakrebs diagnostiziert. Er unternahm aber große Anstrengungen, um die Krankheit geheim zu halten.

Ironischerweise hatte er zuvor geschworen, während seiner Amtszeit bezüglich seiner Gesundheit transparent zu sein.

Winston Churchill, der britische Kriegspremier, litt in seinen späteren Amtsjahren unter einer Reihe von Schlaganfällen, die zunächst nicht bekanntgegeben wurden. Schließlich zog er sich von seinem Amt zurück, obwohl er danach noch einige Jahre in der Politik blieb.

Es wird zudem angenommen, dass der ehemalige Führer der Sowjetunion, Joseph Stalin, an zerebraler Atherosklerose gelitten hat - einer Hirnerkrankung, die seine Entscheidungsfähigkeiten beeinträchtigt haben könnte.

In einer Mitteilung des Arztes Alexander Mjasnikow heißt es, dass die Krankheit zu "Grausamkeit und Paranoia der Führer, seiner Angst vor Feinden, seinem Verlust der Fähigkeit, Menschen und Ereignisse nüchtern zu beurteilen, sowie seiner extremen Sturheit" geführt habe.

Ein Artikel in der Zeitschrift Slate argumentierte, dass die Untersuchung der Krankenakten eines führenden Politikers "wahrscheinlich keine klare Antwort darauf geben würde, ob ein Präsident seine Amtszeit überleben wird; es wird jedoch wahrscheinlich als politische Waffe benutzt, um Kandidaten unfair anzugreifen".

Der Artikel konzentriert sich auf den US-Wahlkampftour 2016 von Donald Trump und Hillary Clinton. Clinton wurde gefilmt, als sie außerhalb eines 9/11-Gedenkereignisses zusammenbrach. Nach einer ähnlich starken Medienberichterstattung enthüllte die Kandidatin der Demokraten, dass sie an Lungenentzündung litt und "nicht dachte, dass es so eine große Sache sein würde".

Spezifische Beschwerden

Die kanadische Journalistin Catherine Lanthier schlägt in ihrer Dissertation vor, dass Politiker verpflichtet werden sollten, bestimmte Krankheiten offenzulegen. Nämlich dann, wenn sie die Fähigkeit, ihre Arbeit angemessen zu verrichten, beeinträchtigen.

"Ich finde, dass Medien und Redaktionen auch bei der Bundeskanzlerin respektieren sollten, dass Gesundheit Privatsache ist", argumentiert Tschermak. "Solange es nicht – und ich finde, da könnte man Angela Merkel und ihren Beraterinnen und Beratern so viel Urteilskraft zusprechen – irgendwie staatsgefährdend wird und sie ihre Geschäfte nicht mehr tätigen kann."

Auch Herrmann sieht das ähnlich: "Wenn es Anzeichen gäbe, dass sie gesundheitlich ihrem Amt nicht mehr gewachsen ist - aber davon ist man weit entfernt. Von daher ist das einfach eine Lappalie, die von vielen Medien gar nicht so aufgebauscht wird."

Euronews hat in allen Sprachen über die Vorfälle berichtet, hier geht es um eine Diskussion über redaktionelle Entscheidungen - auch unsere eigenen.