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Zittersieg für Ursula von der Leyen

Zittersieg für Ursula von der Leyen
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Freude und Erleichterung bei Ursula von der Leyen. Die CDU-Politikerin wird mit knapper Mehrheit die erste weibliche Präsidentin der Europäischen Kommission.

Die 60-Jährige kann damit am 1. November die Nachfolge des Luxemburgers Jean-Claude Juncker antreten. Vor der Abstimmung in Straßburg hatte es Unmut gegeben, weil von der Leyen keine Spitzenkandidatin zur Europawahl war.

"Ich bin ein bisschen überrascht, weil die Mehrheit nicht so groß ist. Wir müssen auch bemerken, dass diese Präsidentschaft auf sehr seltsame Weise beginnt. Aber auf jeden Fall ist sie nun die neue Präsidentin. Ich persönlich bin darüber sehr glücklich".

"Ich weiß nicht, ob sie konkrete Vorschläge vorlegen kann. Dies wird sehr stark vom Europäischen Parlament und vom Zusammenschluss der pro-europäischen Koalition abhängen, die ihre politische Agenda unterstützen wird".

"Wenn ich mir anschaue, was wir zu tun haben, ist es schwierig, zu entscheiden was zuerst. Ich kann das nicht allein entscheiden. Wir haben eine Menge interessanter Dinge zu tun".

Es war ein äußerst knappes Ergebnis, von der Leyen erhielt nur 383 Stimmen, die nötige absolute Mehrheit lag bei 374. Im Europaparlament hatten alle 16 deutschen SPD-Abgeordneten laut eigener Aussage gegen die CDU-Politikerin gestimmt.

"Diese Abstimmung hat ihren Preis. Wir haben mehrmals mit ihr gesprochen. Wir haben einige Bedingungen hervorgehoben und wir werden sehr aufmerksam auf die Umsetzung dieser Ziele achten".

"Sie kann das Ergebnis nicht für selbstverständlich halten. Wir haben hohe Erwartungen und erwarten Taten, nicht nur Worte von ihr. Sie weiß das".

Als Kommissionspräsidentin wird von der Leyen in den nächsten fünf Jahren die politische Linie der EU mitbestimmen. Sie wird Chefin von mehr als 30 000 Mitarbeitern in der Brüsseler Behörde.

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem der Klimaschutz, die Wirtschafts- und Migrationspolitik sowie die Rolle der EU in der Welt.