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Seenotrettung: SOS-Méditerranée-Chef fordert EU-Regelung

Seenotrettung: SOS-Méditerranée-Chef fordert EU-Regelung
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Früher versorgte die unter norwegischer Flagge fahrende Ocean Viking Bohrinseln, künftig soll sie im Auftrag der Hilfsorganiation SOS Méditerranée Schiffbrüchige aufnehmen.

Gegenüber euronews sagte David Starke, der Geschäftsführer von SOS Méditerranée, es sei nicht zu akzeptieren, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken, deshalb habe man das Nachfolgeschiff der Aquarius losgeschickt.

Euronews-Reporterin Jessica Saltz kommentiert: „Besatzungsmitglieder der Organisationen SOS Mediterranee und Ärzte an ohne Grenzen an Bord der Aquarius haben zwischen 2016 und 2018 über 29 000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Der Einsatz wurde im Oktober 2018 nach Druck von der Italienischen Regierung beendet. Das neue Schiff Ocean Viking fährt jetzt in Richtung Mittelmeer, um dort in ein paar Tagen die Seenotrettung wiederaufzunehmen. David Starke nimmt auch die Politik in die Pflicht. Er fordert von der Europäischen Union eine Regelung, um die im Mittelmeer geretteten Menschen schnell in einen sicheren Hafen bringen zu können.“

„Internationales maritimes Recht gebrochen“

Doch das ist politisch ein hochbrisantes Thema. Italiens Regierung etwa will keine Schiffe mit Flüchtlingen an Bord anlegen lassen.

„Wir reden mit den zuständigen Rettungsbehörden, mit den Rettungsleitstellen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass diese Zuweisung eines sicheren Hafens sehr lange gedauert hat. (...) SOS Méditerranée war die erste Organisation, die letztes Jahr 2018 im Juni mit einem geschlossenen Hafen in Italien konfrontiert war. In dieser Zeit ist die Situation immer schlechter geworden. Die Situation von der Carola Rackete und der SeaWatch 3 war nur ein weiterer Tiefpunkt in dieser ganzen Misere. Und es zeigt, dass ein europäischer Mitgliedsstaat wieder internationales maritimes Recht gebrochen hat.“

Italiens Regierung fordert, dass im Mittelmeer aus Seenot gerettete Menschen dorthin zurückgebracht werden, wo sie in See stachen. Meistens ist das Libyen.