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Hitze stellt Gefahr für Notre-Dame dar

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Von Leo Eder
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Die zerstörte Kathedrale Notre-Dame aus der Luft.
Die zerstörte Kathedrale Notre-Dame aus der Luft.   -   Copyright  REUTERS/Philippe Wojazer
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Die Hitzewelle macht nicht nur Flora und Fauna zu schaffen, sondern auch Gebäuden. In Paris macht man sich Sorgen um Notre-Dame.

Während des verheerenden Feuers im April pumpte die Feuerwehr so viel Wasser in die Kathedrale wie in acht Löschflugzeuge passen würde.

Hitze und Feuchtigkeit stellen nun eine Gefahr dar.

Die Gewölbe könnten jederzeit einstürzen.
Philippe Villeneuve
Chefarchitekt der frz. historischen Stätten

Der Chefarchitekt der französischen historischen Stätten, Philippe Villeneuve, macht sich Sorgen:
"Das Mauerwerk ist vollgesogen mit Wasser. Es hat sich nicht bewegt, es ist stabil. Wir haben überall Sensoren angebracht und wir haben bislang keine Bewegung registriert. Was ich befürchte, ist, dass Fugen oder Gemäuer austrocknen und dadurch an Konsistenz, Bindekraft und Struktur verlieren könnten. Und, dass dann ganz plötzlich das Mauerwerk nachgeben könnte."

Hölzerne Stützbögen wurden unter den 28 Pfeilern angebracht, ohne diese im Stein zu verankern. Ein Roboter hilft dabei, den Schutt aus dem Erdgeschoss des Gebäudes herauszutransportieren

Der Brand am 15. April hatte den hölzernen Dachstuhl der Kathedrale fast völlig zerstört. Das höchste Bauteil der Kirche, der Vierungsturm, gab nach und stürzte durch das Gewölbe.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron versprach, Notre-Dame innerhalb von fünf Jahren wiederaufzubauen.