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Enthauptungen in Brasilien: Justiz ermittelt nach Gefängnisrevolte

Enthauptungen in Brasilien: Justiz ermittelt nach Gefängnisrevolte
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Es herrscht Fassungslosigkeit in Altamira im Norden Brasiliens. Bei einer Revolte in einem Gefängnis sind dort mindestens 57 Menschen getötet worden. Mitglieder einer Bande waren in den Zellentrakt einer rivalisierenden Gang eingedrungen.

Sechzehn Menschen wurden enthauptet, 41 Menschen erstickten, nachdem die Angreifer den Ausgang eines Raumes blockiert und ihn in Brand gesetzt hatten. Zwei Strafvollzugsbeamte wurden als Geiseln genommen, später aber wieder freigelassen.

Zahl der Insassen verachtfacht

"Es ist ein grausiger Vorfall", sagt Evander Fontenele, Präsident der Menschenrechtskommission Altamiras. "Es gab Enthauptungen, es gab Menschen, die im Rauch erstickt sind, aber die Situation hat sich jetzt beruhigt. Die Gefangenen wurden voneinander getrennt und wir warten jetzt auf die offizielle Liste mit den Opfern und denjenigen, die die Revolte überlebt haben."

Das brasilianische Justizministerium sagte, es arbeite daran, die Hintermänner des Angriffs zu ermitteln. Die Zahl der Häftlinge in Brasilien hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten verachtfacht. Mehr als 700.000 Menschen sitzen derzeit in den Haftanstalten, die eigentlich nur für gut 400.000 Insassen ausgelegt sind.