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Eilmeldung

Reaktion auf US-Manöver: Nordkorea testet offenbar erneut Raketen

Bericht im nordkoreanischen Fernsehen über den Raketentest
Bericht im nordkoreanischen Fernsehen über den Raketentest -
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REUTERS/Kim Hong-Ji
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Nordkorea hat offenbar erneut Raketen getestet. Zwei Geschosse seien ins Japanische Meer abgefeuert worden, teilte der südkoreanische Generalstab mit. Nordkoreas Führung drohte zudem mit weiteren Tests.

Hintergrund sind wohl die gemeinsamen Manöver von südkoreanischen und US-Streitkräften. Diese seien eine "eklatante Verletzung" der Friedensbemühungen, hieß in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Ankunft eines atombetriebenen US-U-Boots in einem südkoreanischen Hafen habe Nordkorea dazu gezwungen, sein Waffenprogramm weiter zu entwickeln. "Obwohl die US- und südkoreanischen Behörden alle möglichen Tricks anwenden, um die gemeinsame militärische Übung zu rechtfertigen, kann ihre aggressive Natur weder vertuscht noch in irgendeiner Weise beschönigt werden."

Bei den beiden Geschossen handelt es sich ersten Einschätzungen zufolge um Kurzstreckenraketen. Sie wurden laut südkoreanischen Angaben von der Ostküste gestartet und flogen 450 Kilometer weit. Es wäre bereits der vierte Raketentest Nordkoreas in weniger als zwei Wochen. Das nordkoreanische Militär hatte nach südkoreanischen Angaben zuletzt am Donnerstag zwei Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea - das mehrfach Atombomben getestet hat - die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump hatten Ende Juni bei einem kurzen Treffen im Grenzort Panmunjom auf der koreanischen Halbinsel Arbeitsgespräche zur atomaren Abrüstung in der Region vereinbart. Nach ihrem gescheiterten Gipfeltreffen im Februar in Vietnam weckte das Treffen neue Hoffnung auf Fortschritte in den festgefahrenen Verhandlungen über das Atomprogramm Nordkoreas.