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USA werfen China Währungsmanipulation vor

USA werfen China Währungsmanipulation vor
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Der Handelsstreit zwischen China und den USA erreicht eine neue Eskalationsstufe. Die USA werfen China Währungsmanipulation vor. US-Finanzminister Steven Mnuchin will den Internationalen Währungsfonds einschalten.

Als Gegenschlag auf Trumps Ankündigung neuer Strafzölle hatte China den Yuan am Montag auf die symbolische Marke von sieben Yuan pro Dollar abgewertet - der tiefste Stand seit elfeinhalb Jahren!

Donald Trump bezeichnete das auf Twitter als eine schwere Verletzung.

Trump will ab dem 1. September Zölle in Höhe von 10 Prozent auf die restlichen chinesischen Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar verhängen.

Reaktion an den Börsen: globaler Ausverkauf und Kurseinbrüche

An den Börsen hat die Entwicklung zu einem globalen Ausverkauf geführt. Der deutsche Leitindex DAX fiel um 1,8 Prozent auf 11.658 Punkte - der tiefste Stand seit Anfang Juni. Nach diesem Kurseinbruch arbeitete sich der Dax am Dienstagmorgen um 0,4 Prozent auf 11.704 Punkte wieder leicht nach oben.

Die Verluste an der Wall Street waren noch deutlicher: Der US-Leitindex Dow Jones Industrial brach um 3 Prozent ein.

Analyst Oliver Pursche von Bruderman Asset Management: "Ich denke, dass China mit diesem Schritt signalisiert, dass sie jetzt endgültig genug haben. Die Sieben-Yuan-pro-Dollar waren schon immer eine rote Linie. Ich weiß nicht, ob es wirtschaftlich wirklich so wichtig ist, aber psychologisch war das immer die Schallgrenze."

Seit 13 Jahren hat die USA kein Land mehr als Währungsmanipulator bezeichnet. Zuletzt hatte das Bill Clinton 1994 China vorgeworfen.

Die chinesische Zentralbank hat den aktuellen Vorwurf der USA zurückgewiesen. Sie habe ihre Währung nicht als Instrument zur Bewältigung der Handelsstreitigkeiten eingesetzt.

Analysten befürchten, dass China den Wechselkurs als Waffe nutzen und damit einen Abwertungswettlauf in Gang setzen könnte.