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WM-Skandal: Schweizer Behörde erhebt Anklage gegen Ex-DFB-Funktionäre

WM-Skandal: Schweizer Behörde erhebt Anklage gegen Ex-DFB-Funktionäre
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Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay
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Im Rahmen der Ermittlungen zur Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hat die Schweizer Bundesanwaltschaft Anklage gegen vier ehemalige Spitzenfunktionäre erhoben. Horst R. Schmidt, ehemaliger Generalsekretär des Deutschen-Bundes, dem früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger sowie dem Schweizer Urs Linsi - einst FIFA-Generalsekretär - werden laut Anklage Betrug in Mittäterschaft vorgeworfen. Der ehemalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach steht demzufolge in Verdacht, Gehilfenschaft zum Betrug geleistet zu haben.

Es geht bei der Anklage insbesondere um 6,7 Millionen Euro, die vom DFB erst an die FIFA gezahlt wurden und vom Weltverband dann auf ein Konto von Robert Louis-Dreyfus überwiesen wurden. Der Geschäftsmann hatte Franz Beckenbauer, dem damaligen Präsidenten des Bewerbungskomitees, im Jahr 2002 ein Darlehen in identischer Höhe gewährt. Beckenbauer hatte das Geld an Mohammed bin Hammam überwiesen, der seinerzeit dem FIFA-Exekutivkomitee angehörte.

Gegen Beckenbauer wird in einem eigenständigen Verfahren ermittelt. Aus gesundheitlichen Gründen sei eine Teilnahme des deutschen Fußballkaisers an einer Verhandlung nicht möglich, heißt es seitens der Bundesanwaltschaft.

Medienmitteilung der Bundesanwaltschaft...

Schmidt, Zwanziger, Niersbach und Beckenbauer bildeten das Organisationskomitee für die WM 2006. Zwanziger sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Ich mache mir um diesen Vorgang gar keine Gedanken, weil er mit rechtsstaatlichem Vorgehen nichts zu tun hat. (…) Auch Unsinn hat seinen Marktwert. Die Schweizer Ermittler sind Getriebene, die Millionen für Ermittlungen in den Sand gesetzt haben.“ Niersbach betonte: „Materiell kann ich nur wiederholen, dass die erhobenen Vorwürfe völlig haltlos sind.“