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11. Protest-Wochenende in Folge: "Die Regierung macht mich immer wütender"

11. Protest-Wochenende in Folge: "Die Regierung macht mich immer wütender"
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Am elften Wochenende in Folge und trotz Dauerregens sind zahlreiche Menschen in Hongkong zu Protesten auf die Straße gegangen. Befürchtet wird, dass es wieder zu Ausschreitungen kommt. Aus Angst vor Krawallen schlossen am Samstag viele Geschäfte früher als üblich, oder öffneten gar nicht erst. In einem Demonstrationszug marschierten Lehrer Seite an Seite mit den überwiegend jungen Demonstranten.

Ip Kin-yuen ist der Vizepräsident des Lehrerverbands Hongkong:"Sie werden geschlagen, verletzt und festgenommen. Wir sind sehr besorgt über dieses Verhalten und die langfristigen Auswirkungen."

Lehrerin Elaine wollte ihren Nachnamen aus Angst vor Repressalien nicht angeben. Sie sagte betroffen: "Ich kann es nicht ertragen, sie an vorderster Front für die Rettung unserer Stadt zu sehen. Das ist unsicher und unfair. Sie sind nur Schüler und Studenten."

Der pensionierte Lehrer Alex Tang regte sich auf: "Die Regierung macht mich immer wütender. Sie hat keine Lösungsvorschläge, zieht sich zurück und giesst Öl ins Feuer. Sie kümmert sich nicht um unsere Jugend, die sich verletzt fühlt, und mit so viel Polizeigewalt konfrontiert ist. Und die Regierung und ihre Chefin, Carrie Lam? Sie unternehmen nichts."

Der Protestmarsch der Lehrer im Zentrum Hongkongs war von den Behörden genehmigt. Der Erziehungsminister Kevin Yeung Yun warnte aber davor, den Protest in die Schulen zu tragen. In Hongkong sind zur Zeit Schul- und Semesterferien. Auf Kundgebungen forderten mehrere Redner ausländische Staaten wie die USA und Großbritannien auf, Hongkong im Kampf für demokratische Grundrechte nicht allein zu lassen.