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G7-Proteste: Macron steht kopf

G7-Proteste: Macron steht kopf
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Macron steht kopf - zumindest auf den Porträts, die Aktivisten auf einer Anti-G7-Demonstration vor sich her tragen. Das Heikle daran: Es sind offizielle Bilder des französischen Präsidenten - sie hängen normalerweise in Rathäusern. Teils wurden sie entwendet, teils hätten die Gemeinden sie den Demonstranten überlassen.

128 Porträts entwendet

Guillaume Petit ist für Euronews vor Ort, in Bayonne bei Biarritz. Er berichtet, dass 128 Portäts von Emmanuel Macron ohne Genehmigung aus den Rathäusern entfernt wurden, um damit gegen den G7-Gipfel und gegen Macrons Klimapolitik zu protestieren.

Guillaume Petit hat auch mit Demonstranten gesprochen. Eine Frau sagt: "Seit Jahren regieren hier völlig unfähige Menschen, die den Zustand des Planeten nicht erkennen. Also, der Planet wird es ohne uns schaffen, es sind die Menschen, die sich durch ihre eigene Blödheit in Gefahr bringen."

Ein Mann hat ein leeres Porträt bei sich, "das die Inhaltslosigkeit von Macrons Klimapolitik symbolisiert." Macron respektiere die Klimaabkommen nicht, kritisiert er. "Irgendwann sollte man damit aber mal anfangen. Uns ist allen heiß, irgendwann wird das außer Kontrolle geraten."

"Holen wir Macron herunter!"

Die Porträt-Aktion unter dem Motto "Décrochons Macron!" - was soviel heißt wie "Holen wir Macron herunter!" - wurde lange im Vorfeld geplant. Über 50 Aktivisten wurden wegen des Diebstahls der offiziellen Porträts bereits in Untersuchungshaft genommen. Ihnen drohen nach Angaben der Organisatoren bis zu fünf Jahren Haft oder Geldstrafen von bis zu 75 000 Euro.