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Internet-Zoff zwischen Bolsonaro und Macron

Internet-Zoff zwischen Bolsonaro und Macron
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Screenshot Facebook
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In den französischen Medien wurde seit Montagmorgen darüber berichtet, dass Brasiliens Präsident im Internet gegen Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron - oder besser gesagt gegen das Aussehen von dessen Frau Brigitte - lästert. France Info berichtete unter dem Titel "Bolsonaro greift Macron an".

Am Mittag reagierte Emmanuel Macron. Er sagte, die Kommentare des brasilianischen Präsidenten über Brigitte Macron seien "traurig". Zuallererst sei es traurig für Bolsonaro selbst und dann für die Brasilianer. "Die brasilianischen Frauen schämen sich wahrscheinlich für ihren Präsidenten.", meinte Emmanuel Macron.

Auf Facebook hat der Rechtspopulist Jair Bolsonaro höchstpersönlich den Post eines jungen Mannes "geliked" (siehe weiter unten), der die (dritte) Frau des brasilianischen Präsidenten mit Brigitte Macron vergleicht, wobei die franz¨osische First Lady nicht gut wegkommt. Tenor des Posts: Macron ist doch nur eifersüchtig auf Bolsonaro.

So rächt sich offenbar Jair Bolsonaro dafür, dass es ihm gar nicht gefallen hat, dass Emmanuel Macron das Thema des brennenden Amazonas auf die Agenda des G7-Gipfels gesetzt hat. In Frankreich wird immer wieder unterstrichen, der Amazonas sei auch französisch, weil dort Französisch Guyana liegt. Das französische Überseegebiet ist ebenfalls von der Zerstörung des Amazonas betroffen.

Rodrigo Andreaça, der den Facebook-Post verfasst hat, ist ziemlich stolz darauf, dass Bolsonaro sein Spruch gefallen hat und dass der jetzt um die Welt geht. In dem Post vergleicht der User Michelle Bolsonaro (37) mit Brigitte Macron (66).

Schon am Sonntag hatte Brasiliens Erziehungsminister auf Twitter gegen Emmanuel Macron gewettert. Abraham Weintraub beschreibt den französischen Präsidenten als "nicht auf der Höhe", um die Probleme des Amazonas zu verstehen. Frankreich sei zu allem fähig: von Descartes und Pasteur bis zu Freiwilligen der Waffen SS.

Macron handele bei der Drohung, das Mercosur-Abkommen zu verschieben, wenn Bolsonaro nicht die Waldbrände im Amazonas bekämpfe, im Interesse von Frankreichs Agrarlobby.