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Judo: Erstes WM-Gold für Kanada

Judo: Erstes WM-Gold für Kanada
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Der japanische Judo-Nachwuchs dürfte bei der Weltmeisterschaft in Tokio schon Mal zeigen, was in ihm steckt. Anschließend schauten sie den Großen dabei zu, wie sie an Tag drei um die WM-Medaillen kämpften.

Alle Augen waren auf Ono Shohei gerichtet, den amtierenden Olympiasieger und zweimaligen Weltmeister. Er enttäuschte die Fans nicht, ließ einen Kontrahenten nach dem anderen hinter sich und kämpfte sich zielsicher ins Finale vor.

Ono Shohei nicht zu stoppen

Dort kam es zur Wiederholung des Olympischen Finales von 2016 gegen Rustam Orujov aus Aserbaidschan. Ein starker Auftritt sicherte Ono schließlich zum dritten Mal den WM-Titel. Eine Vorstellung, mit der er zum Mann des Tages in Tokio wurde.

Es war eine Machtdemonstration des Japaners vor den Olympischen Spielen im kommenden Jahr, die ebenfalls in Tokio stattfinden. Doch der Druck vor heimischen Publikum zu siegen, ist nicht spurlos an ihm vorbeigegangen, erklärte der 27-Jährige nach seinem Sieg: "Es war überhaupt nicht einfach. Und diese Weltmeisterschaft in meinem Heimatland, da sagten viele Leute "Ono wird gewinnen". Ich wusste also dass die Erwartungen riesig waren. Ich habe also diese Druck in meine Stärke verwandelt um zu gewinnen."

Erstes Gold für Kanada

Bei den Frauen kam die Favoritin aus Kanada. Christina Deguchi ließ keinen Zweifel daran, dass sie nach Tokio gekommen war, um die Goldmedaille mitzunehmen. Sie hatte einen starken Tag erwischt und ließ sich auf dem Weg ins Finale nicht aufhalten. Dort hieß ihre Gegnerin Yoshida Tsukasa, die amtierende Weltmeisterin aus Japan.

Ein knappes Duell, dass den Zuschauern viel zu bieten hatte. Die Entscheidung fiel erst im Golden Score durch Waza Ari.

Es war das erste Gold für Kanada und für Deguchi, die sich damit auch ihren Platz im Favoritenkreis für Olympia erkämpft hat. Trotz des Sieges sieht die Kanadierin noch Raum für Verbesserungen:

"Ich habe mein Bestes gegeben, aber es war nicht mein Tempo, zum Ende des Kampfs war es ihr Tempo und als die Verlängerung begann, wurde ich immer müder und ich wusste nicht, was ich machen sollte. Aber ich denke ich habe gewonnen, weil ich wusste, dass ich ihr die Goldmedaille nicht überlassen konnte. Der letzte Wurf war technisch nicht gut von mir. Ich weiß auch nicht, ich habe mich bewegt - und ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich das machen würde. Ich denke, ich habe es gut gemacht, aber ich habe noch viel an mir zu arbeiten."