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Brandenburg und Sachsen: AfD-Siege verhindert

Brandenburg und Sachsen: AfD-Siege verhindert
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Reuters/ Michael Kappeler
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Gemischte Gefühle bei der CDU in Sachsen: Die Partei von Ministerpräsident Michael Kretschmer ist Gewinnerin der Landtagswahl, liegt aber auf einem neuen Tiefstand. Gegenüber 2014 hat sie über sieben Prozent verloren und kam auf nur noch 32 Prozent. Kretschmer wird sich auch wegen der Verluste der SPD einen dritten Koalitionspartner suchen müssen, um weiter regieren zu können. Für ihn zählte aber vor allem der Sieg über die AfD: "Wir haben es geschafft, es ist eine Botschaft, die von Sachsen von diesem Abend ausgeht", so Kretschmer. "Eine große Mehrheit von Menschen, die positiv für dieses Land eintreten, die etwas wollen, das freundliche Sachsen hat gewonnen."

Die AfD wurde zweitstärkste Kraft und erreichte in Sachsen mit über 27 Prozent das beste Resultat bei einer Landtagswahl überhaupt. Die Rechtspopulisten konnten ihr Ergebnis von 2014 (9,7 %) mehr als verdoppeln. "Heute ist ein historischer Tag", so Sachsens AfD-Chef und Spitzenkandidat Jörg Urban. "Unsere junge Partei, uns gibt es erst seit sechs Jahren, hat die CDU-Hochburg Sachsen gehörig ins Wanken gebracht."

Beide Wahlsieger brauchen dritten Koalitionspartner

Auch bei den Landtagswahlen in Brandenburg bleibt die Regierungspartei mit Verlusten stärkste Kraft. Doch auch Dietmar Woidkes SPD braucht in Zukunft einen dritten Koalitionspartner. Zweitstärkste Kraft wurde in Brandenburg ebenfalls die AfD. "Die AfD ist gekommen um zu bleiben", so der Brandenburger Chef der Partei und Spitzenkandidat Andreas Kalbitz. "Es wird keine Politik ohne uns mehr möglich sein."

Lange war befürchtet worden, dass die Rechtspopulisten sogar stärkste Kraft in Sachsen und Brandenburg werden könnten. Es waren die zweiten Landtagswahlen, an der die AfD teilnahm. Eine Regierungsbeiteiligung der Rechtspopulisten schlossen die Wahlsieger in beiden Ländern aus.