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Messerangreifer (33) hatte "Stimmen gehört" - Kritik an Le-Pen-Tweet

Messerangreifer (33) hatte "Stimmen gehört" - Kritik an Le-Pen-Tweet
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Nach dem Messerangriff von Villeurbanne bei Lyon hat der festgenommene Verdächtige laut der Staatsanwaltschaft unklare Aussagen zu seinen Motiven gemacht. Nicolas Jacquet, der Staatsanwalt von Lyon, erklärte, der Verdächtige komme aus Afghanistan und habe angegeben, er sei Muslim. Der Festgenommene habe ausgesagt, er habe am Samstagnachmittag Stimmen gehört, die seine Religion beleidigten und ihm sagten, er solle töten.

Laut Aussagen einer Augenzeugin hatte der 33-Jährige am Samstagnachmittag mit einem Messer wild um sich gestochen. Dabei wurde ein 19-Jähriger getötet. Neun weitere Personen wurden zum Teil sehr schwer verletzt. Der Bürgermeister von Villeurbanne dankte den Passanten, die den Angreifer überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten hatten.

Der Verdächtige sei vorher nicht straffällig geworden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Er sei 2009 in Frankreich registriert worden, habe sich 2014 in Italien aufgehalten, 2015 in Deutschland und 2016 in Norwegen. Der Mann habe nach einem Asylantrag eine gültige vorläufige Aufenthaltsberechtigung für Frankreich besessen.

Die Mitbewohner des Afghanen in einer Flüchtlingsunterkunft beschreiben ihn als aggressiv. Erste ppsychiatische Untersuchungen deuten auf eine psychische Erkrankung des Verdächtigen hin.

Kritik an Le-Pen-Tweet

Streit gibt es in Frankreich um einen Tweet von Marine Le Pen, in dem die rechtspopulistische Parteichefin des "Rassemblement National" schreibt: "Die Naivität und der Laxismus unserer Migrationspolitik bedrohen die Sicherheit der Franzosen." Auch der Europaabgeordnete Jordan Bardella - der Le Pens Partei vertritt - meint auf Twitter, der Angriff von Villeurbanne komme zum Abschluss eines Sommers, in dem die Morde, Vergewaltigungen und Angriffe durch Migranten in Europa immer zahlreicher geworden seien.

Der sozialistische Bürgermeister von Villeurbanne, Jean-Paul Bret, erklärte, es sei eine Schande, dass die extreme Rechte, das schreckliche Ereignis für ihre politischen Ziele nutzten.