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Brexit: Wer will was?

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Copyright REUTERS/Dylan Martinez
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Von Andrea BüringEvelyn Laverick
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Kommt es zu vorgezogenen Neuwahlen in Großbritannien, hätte Boris Johnson Umfragen zufolge große Chancen, wiedergewählt zu werden.

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In Großbritannien sind die konservativen Tories seit 2010 an der Macht. Sie haben die letzten drei Wahlen gewonnen. Doch der Brexit spaltet die Partei.

Diesen will der EU-kritische Parteiführer und Regierungschef Boris Johnson derzeit mit allen Mitteln durchsetzen. Kommt es daher zu vorgezogenen Neuwahlen, würden diese die Konservativen Umfragen zufolge erneut gewinnen.

May: Der Anfang vom Ende

Eine Art Déjà-vu: Vor den vorgezogenen Neuwahlen 2017 wähnte sich auch Theresa May siegessicher. Umfragen gaben ihr 20 Prozentpunkte Vorsprung vor Labour. Doch nach einem schwierigen Wahlkampf stellte sie nur mit Mühe und Not eine Regierung mit Hilfe der nordirischen unionistischen DUP auf die Beine.

Die Brexitfrage spaltet auch Labour. Parteichef Jeremy Corbyn steht der EU kritisch gegenüber - will aber im Referendum für den Verbleib gestimmt haben. Die moderaten Kräfte innerhalb der Partei fordern ein zweites Referendum - die einen mit einer neuen Frage über den Verbleib, die anderen wollen den harten Brexit vom Tisch.

Geschlossen proeuropäisch

Offen proeuropäisch sind als einzige Partei die Liberal Democrats. Ihre Forderung: Der Brexit soll durch eine neue Abstimmung gekippt werden. Doch aufgrund der in Großbritannien geltenden Mehrheitswahl sind die meisten Stimmen für sie verschenkt - von ihnen profitieren die stärkeren Parteien.

Gegen den Brexit sind auch die kleineren Parteien - wie die schottische SNP oder die Grünen. Jede hofft auf genug Stimmen, um Königsmacher zu werden.

Der harte Bruch mit Brüssel

Bleiben Nigel Farage und die Brexit-Partei. Unter seiner Führung gelang der Sieg bei der letzten EU-Wahl, gewählt von unzufriedenen Brexiteers, die von Mays Zickzack-Kurs die Nase voll hatten. Farage will einen ungeordneten Austritt ohne regelnde Abkommen.

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