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Maut macht den Unterschied bei Kommunalwahl in Norwegen

Maut macht den Unterschied bei Kommunalwahl in Norwegen
Copyright Reuters / NTB SCANPIX
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Von euronews
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Experten sprechen von einer "Protestwahl", die Norwegens traditionelle Volksparteien Mau aussehen lässt. Überragender Sieger ist die neu gegründete Anti-Maut-Partei FNB, die in allen großen Städten den Einzug ins Parlament schaffte.

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**"Wir lieben unsere City-Maut!", rief Lan Marie Berg, Spitzenkandidatin der norwegischen Grünen in Oslo, am Wahlabend den begeisterten Anhängern zu. Klimaschutz und Maut waren die entscheidenden Themen der jüngsten Kommunalwahl in Norwegen.
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Die Grünen gehören zu den Gewinnern mit landesweit 6,7 Prozent. In der Hauptstadt Oslo verdoppelten sie ihren Stimmenanteil auf 15,2 Prozent und sind nunmehr drittstärkste Kraft.

Experten sprechen von einer "Protestwahl", die Norwegens traditionelle Volksparteien Mau aussehen lässt. Alle vier Parteien der gegenwärtigen Regierungskoalition unter Erna Solberg (Konservative Høyre, rechte Fremskrittspartiet FrP, sozialliberale Venstre und christdemokratische Kristelig Folkeparti KrF)  haben verloren. 

Zu groß war der Frust bei den Wählern über die Verkehrspolitik, die öffentliche Transportmittel und E-Autos fördert, und das Maut-System, das als Finanzierungsmittel dient. Gleichzeitig wurden im Zuge einer umstrittenen Regionalreform öffentlichen Ausgaben kräftig gekürzt.

Die Basis hat aufbegehrt. Zu den großen Nutznießern zählt die bäuerliche Zentrumspartei von Ex-Landwirtschaftsminister Trygve Slagsvold Vedum, mit 14,4 Prozent nun mehr drittstärkste politische Kraft im Land. 

Überragender Sieger ist die neu gegründete Anti-Maut-Partei FNB, die in allen großen Städten den Einzug ins Parlament schaffte. In Oslo kam sie aus dem Stand auf 6 Prozent, in Bergen sogar auf 17 Prozent der Stimmen.

"Mal sehen, ob jetzt jemand mit uns sprechen will", sagte FNB-Kandidat Trym Aafløy nach Bekanntgabe der ersten Prognosen. 

Die kommenden Monate werden entscheidend. In zwei Jahren finden in Norwegen die Parlamentswahlen statt.

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