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800 Millionen Euro für die Rettung deutscher Wälder

800 Millionen Euro für die Rettung deutscher Wälder
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Den deutschen Wäldern geht es schlecht, noch schlechter als bislang angenommen. Laut jüngsten Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums haben 180.000 Hektar Wald den Sommer mit Hitze, Stürmen und Borkenkäfern nicht überlebt. Im April war noch von 110.000 Hektar betroffener Fläche ausgegangen worden.

"Nationaler Waldgipfel" in Berlin

Bundesagrarministerin Julia Klöckner trommelte Politiker und Experten zu einem Wald-Krisengipfel zusammen – und versprach Hilfen in Höhe von rund 800 Millionen Euro. Es müsse mindestens so viel Wald wieder aufgeforstet werden, wie in den vergangenen Jahren durch Brände, Unwetter, Dürren und den Befall von Borkenkäfern verloren gegangen sei.

"Uns ist wichtig, dass wir die unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessen zusammenbekommen. Und mir ist als Bundeswaldministerin wichtig, dass das alles einem Gesamtkonzept entspricht", sagte Klöckner in Berlin.

Mischwälder gegen den Klimawandel

Doch dieses Konzept geht Forstbesitzern und Umweltschützern nicht weit genug. Sie demonstrierten vor dem Veranstaltungsort in Berlin und forderten Tausende neue Arbeitskräfte in der Waldwirtschaft. Man brauche sie, um die Wälder wieder aufzuforsten und zwar klimagerecht: Weg von den Nadelbaum-Monokulturen, hin zu den Mischwäldern.

Nicola Uhde vom BUND erklärt: "Von Natur aus würden bei uns in Deutschland Laubmischwälder vorkommen. Deshalb sind die wesentlich robuster als die naturfernen Nadelforste. Außerdem können Laubwälder das Wasser wesentlich besser halten, weil die Verdunstung nicht so hoch ist."

Bundeswehr rückt gegen Borkenkäfer vor

Das macht sie auch weniger anfällig für Schädlinge wie Borkenkäfer - aktuell eine der größten Herausforderungen deutscher Waldbesitzer. Um die Schädlinge zu bekämpfen und befallene Bäume zu fällen und entrinden, sollen sie auch weiter Unterstützung der Bundeswehr bekommen.

Ganz den Garaus kann der Plage aber wohl nur ein sehr nasser und kalter Winter machen. Und der ist noch lang nicht in Sicht.