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Kritik an Organisation der Präsidentenwahl in Afghanistan

Kritik an Organisation der Präsidentenwahl in Afghanistan
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Organisationsmängel haben nach Berichten von Wahlbeobachtern und örtlichen Medien die Präsidentenwahl in Afghanistan behindert. Es soll Probleme mit einigen Wählerlisten geben, so die unabhängige Wahlbeobachtungsorganisation Freies und Faires Wahlforum. Wähler, die sich zur Wahl registriert hätten, könnten ihre Namen nicht in den Listen ihres Wahlbüros finden.

Der amtierende Präsident Aschraf Ghani gab seine Stimme am Morgen in Kabul ab. Es ist die vierte Präsidentenwahl in dem Land mit geschätzten 35 Millionen Einwohnern seit dem Fall der Taliban im Jahr 2001 und die zweite, die gänzlich von den Afghanen selbst durchgeführt und gesichert wird. Wichtigster Gegenkandidat ist Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah. Er hatte gemeinsam mit Ghani nach der umstrittenen Präsidentenwahl 2014 eine Regierung der nationalen Einheit geführt.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Die islamistisch-militanten Taliban hatten angekündigt, den Wahlgang anzugreifen. Fast ein Drittel der Wahllokale bleibt geschlossen, weil die Gebiete von den Taliban kontrolliert oder beeinflusst werden und Anschläge befürchtet werden. Bereits seit Dienstag hatten sich Sicherheitskräfte rund um die Wahlzentren in Stellung gebracht. In den meisten großen Städten wurde der Verkehr aus Sicherheitsgründen eingestellt oder massiv eingeschränkt und zusätzliche Kontrollpunkte wurden errichtet. Lastwagen und Kleinlaster durften bereits seit Donnerstagnachmittag nicht mehr in die Hauptstadt Kabul.