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Armut in Europa: Rund 109 Millionen Menschen betroffen

Armut in Europa: Rund 109 Millionen Menschen betroffen
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Den jüngsten Zahlen des Statistischen Amtes der Europäischen Union, kurz Eurostat, liegen vor. Demnach eine von fünf Personen in der Europäischen Union ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, insgesamt es 109,2 Millionen Menschen.

22,6 Prozent der Frauen und etwas mehr als 20 Prozent der Männer sind von Einkommensarmut oder materieller Entbehrung betroffen oder leben in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit.

Allerdings variiert diese Situation von einem EU-Staat zum anderen. In sieben Mitgliedstaaten sind mehr als ein Viertel der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht: In Bulgarien (32,8%) ist das Risko am größten, gefolgt von Rumänien (32.5%) , Griechenland (31.8%), Litauen (28,3%), Italien (27,3%) und Spanien (26,1%).

Jeder 17. Europäer ist stark von materieller Entbehrung betroffen. Das bedeutet, dass die Lebensbedingungen aufgrund fehlendet Mittel eingeschränkt sind, die Menschen zum Beispiel nicht in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen, ihre Wohnung angemessen zu beheizen oder eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren.

Neuartige Ansätze zur Linderung der Armut

Diese beunruhigenden Zahlen wurden nur kurz nach der Verleihung des Wirschaftsnobelpreises an die drei Ökonomen Esther Duflo, Abhijit Banerjee und Michael Kremer für ihre neuartigen Ansätze zur Linderung der weltweiten Armut veröffentlicht.

Für die ärmsten Länder der Welt könnte es noch schwieriger werden, aus der Armut herauszukommen, wenn sich das globale Wirtschaftswachstum abschwächt.

Und internationale Handelskonflikte machen es noch schlimmer, warnt die neue IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. "Wir müssen die Vorteile des Handels schützen, weil er so wertvoll für Wachstum, Arbeitsplätze und Armutsbekämpfung ist."

Der 17. Oktober ist der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut.

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