Europäischer Negativrekord: 1,2 Millionen italienische Kinder leben in Armut

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Von Euronews
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Seit 2008 hat sich die Anzahl nahezu verdreifacht.

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Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Kinderarmut in Italien nahezu verdreifacht. Das geht aus einer Studie der Kinderschutzorganisation Save the Children hervor, die die Entwicklung zwischen 2008 und 2018 untersuchte. 2008 waren es demzufolge noch 375.000 Kinder, die in Italien in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen aufwuchsen.

„In ganz Italien gibt es heute mehr als 1,2 Millionen Kinder, die in äußerster Armut leben. Die Armut ist über das ganze Land verteilt, aber die größeren Schwierigkeiten gibt es im Süden“, sagt Annapaola Specchio von Save the Children.

In Sachen Kinderarmut hält Italien damit europaweit den Negativrekord. Nach Einschätzung von Save the Children ist auch fehlende Bildung zu den Negativfaktoren zu zählen. „Bildungsarmut hindert die Kinder daran, eine bessere Zukunft aufzubauen, insbesondere hält die Bildungsarmut sie davon ab, ihre Anlagen zur Entfaltung zu bringen. Diese Bedingungen sorgen dafür, dass eine gesamte Generation außerhalb des Wachstums des Landes steht“, so Specchio.

Rund 500.000 der 1,2 Millionen in Armut aufwachsenden Kinder leben der Studie zufolge im wirtschaftlich schwachen Südteil Italiens.

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