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Schießen statt Schule - Kindersoldaten im Jemen

Schießen statt Schule - Kindersoldaten im Jemen
Copyright REUTERS/Khalil Ashawi
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Von Elena Cavallone
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Wir schauen auf die Lage der Kleinsten am 30. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention.

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Der tägliche Schulgang - in einem zerstörten Land wie dem Jemen, in dem Kinder zu Soldaten gemacht werden, ist dies schon ein Akt des Widerstands.

Zwei Millionen Kinder gehen hier nicht zur Schule, viele sind Teil der Milizen.

Die Kriegskorrespondentin Silvia Battaglia machte auf diese Notlage jetzt in Brüssel aufmerksam.

“Wenn man arm ist, hat man keine Chance. Als Kindersoldat kriegt man immerhin noch einen monatlichen Sold, um seine Familie finanziell zu unterstützen. Ein gutes Einkommen."

Verwickelt in Kämpfe, am Rande des Verhungerns und sexuell missbraucht - 30 Jahre nach der Unterzeichnung der Kinderrechts-Konvention sind im Jemen Kinder das Hauptziel im Krieg.

“Die Ironie ist, dass der Jemen eines der ersten Länder war, das diese Konvention ratifiziert hat. Heute gibt es kaum ein Land mit mehr Verstößen", meint die Menschenrechtlerin Radhya al-Mutwakel Human.

"Wir sollten daher den 30. Jahrestag der Kinderrechts-Konvention nicht feiern. Wir sollten ihn stattdessen beurteilen.

Denn feiern, wo doch Millionen Kinder weltweit leiden müssen, ist unangemessen."

Viele europäische Länder heizen den Krieg im Jemen an, indem sie Waffen an Saudi-Arabien liefern.

Menschenrechtsorganisationen fordern von der EU Druck auf ihre Mitglieder.

Niccolò Figà-Talamanca von “No Peace without Justice”: “Jedes bißchen Druck zählt. Es liegt nun an der neuen Kommission, den neuen Außenbeauftragten, Führung zu zeigen und zu beweisen, dass europäische Werte auf außenpolitischer Ethik basieren."

Die neue EU-Kommission soll im Dezember ihr Amt antreten.

In der nächsten Woche debattiert das Europäische Parlament die Situation von Kindern.

Journalist • Stefan Grobe

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