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Letzter Tag: Touristenansturm vor Sperrung des Uluru

Letzter Tag: Touristenansturm vor Sperrung des Uluru
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Er zieht Menschen aus aller Welt an: Der Uluru in Australien - auch bekannt als "Ayers Rock". Doch künftig ist der knapp 350 Meter hohe Felsen mitten in der Wüste für Touristen gesperrt - aus Respekt vor den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens. Für sie ist der Berg ein heiliger Ort.

Am letzten Tag vor der Schließung war der Andrang nochmal groß. Tausende Touristen kamen, darunter Katrina Ballinger:

"Ich bin froh, dass wir den ganzen Weg hierhergereist sind, um auf den Felsen zu gehen", sagt Touristin Katrina Ballinger Es wird großartig. Ich kann es kaum erwarten."

In Zukunft kann der Felsen nicht mehr bestiegen, sondern nur noch vom Boden oder von der Luft aus betrachtet werden. Über Jahrzehnte hinweg kämpften die Aborigines dafür, dass er für die Allgemeinheit abgeriegelt wird.

"Es ist ziemlich emotional", so Tjiangu Thomas, Nationalpark-Ranger und Ureinwohner. "Die Ältesten haben diese lange Reise angetreten, den Klettersteig zu sperren, bevor ich geboren wurd. Jetzt sind sie nicht mehr da, aber wir setzen ihr Vermächtnis fort. Es ist einerseits ein bisschen traurig, aber andererseits ist die Freude auch groß, dass der Klettersteig gesperrt und den Wünschen der Ureinwohnern nachgekommen wird."

Wer sich nicht an das Verbot hält, wird zur Kasse gebeten - umgerechnet knapp 390 Euro sind dann fällig. Der Uluru ist trotz seiner überschaubaren Höhe recht steil und glatt. Mindestens 37 Menschen kamen dort ums Leben.

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