Australien sieht schwarz: Zeitungen zensieren Titelseiten

Australien sieht schwarz: Zeitungen zensieren Titelseiten
Copyright AAP Image/Lukas Coch/via REUTERS
Von Euronews mit dpa
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Tageszeitungen in Australien sind mit geschwärzten Titelseiten erschienen. Journalisten kritisieren die Durchsuchung von Redaktionsräumen durch die Polizei.

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Es ist die Antwort auf eine wachsende Einschränkung der Pressefreiheit in Australien:

Große Tageszeitungen des Landes sind am Montag mit geschwärzten Titelseiten erschienen. Auf Blättern wie dem „Sydney Morning Herald“ dem „Australian“ oder der „Financial Revue“ verdeckten schwarze Zensurbalken Text und Fotos. Darüber gedruckt: ein roter Stempel mit dem Namen „Geheim“.

Mit dieser Maßnahme protestieren insgesamt 19 Zeitungen und Journalistenverbände gegen eine Reihe von Gesetzesverschärfungen, die Journalisten die Arbeit erschweren.

Die Aktion stand unter dem Motto „Your Right to Know“ („Ihr Recht, zu wissen“). Journalisten kritisieren durchgeführte Razzien der australischen Bundespolizei. Diese hatte im Juni die Redaktionsräume des öffentlich-rechtlichen Senders ABC und die Wohnung einer Zeitungsjournalistin durchsucht.

Der Sender hatte 2017 darüber berichtet, wie australische Elitesoldaten in Afghanistan mutmaßlich Zivilisten getötet haben sollten, unter ihnen auch Kinder.

Die Teilnehmer der Aktion appellierten an die rechtskonservative Regierung von Premierminister Scott Morrison, die Pressefreiheit besser zu schützen. Zu ihren Forderungen gehören mehr Rechte für sogenannte Whistleblower, die Journalisten mit Informationen versorgen.

Nach Angaben der Journalisten verabschiedete das australische Parlament in den vergangenen Jahren mehr als 60 Gesetze, die das Aufdecken von Skandalen und Missständen erschweren. Unterstützung bekamen die Zeitungen auch von Fernseh- und Radiosendern. Der Chef des Rundfunksenders ABC, David Anderson, sagte, dass Australien Gefahr laufe, die geheimnisvollste Demokratie der Welt zu werden.

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