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Weltpastatag - was in drin, wenn Italienisch draufsteht?

Weltpastatag - was in drin, wenn  Italienisch draufsteht?
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Es gibt Klischees, die stimmen einfach – Italiener lieben ihre Pasta, sie ist ihnen heilig. Pasta ist kein Essen, es ist Kultur, die man in aller Welt genießen kann. Am liebsten natürlich mit echten Nudeln aus Italien. Ob aber immer drin ist in der Packung, was außen drauf steht, daran sind Zweifel erlaubt.

Pasta-Produzenten sind verpflichtet, die Herkunft der Zutaten offen zu legen, der Teufel steckt hier aber im Detail…

Eine Nudelmarke hat die italienische Flagge auf der Packung oder nur der Name klingt Italienisch? Allein die Angabe reicht, ob das Getreide aus Europa stammt oder nicht, mehr muss nicht sein.

Dario Dongo, Experte für EU Lebensmittelrecht erklärt:

"Diese Kennzeichnung ist völlig nutzlos. Sie bdeutet doch nur, der Inhalt stammt vom Planeten Erde, nicht vom Saturn oder Jupiter. EU oder nicht EU heißt doch nichts anderes als Planet Erde! Ist das Transparenz? Nein!"

Dabei bieten die Produkte doch genug Informationen, sollte man meinen...

Elena Cavallone, aus der euronews-Redaktion in Brüssel, sagt:

"In jedem Supermarkt haben wir eine Riesenauswahl an Marken und Sorten. Für Konsumenten ist es aber sehr schwer herauszufinden, wo die Zutaten eigentlich herkommen"

Schaut man sich einzelne Produkte an, findet man mehr oder weniger hilfreiche Informationen:

  • Eine Nudelmarke ist belgisch und verarbeitet belgisches Getreide.
  • Eine andere Marke ist "Made in Italy" und verarbeitet Getreide aus der EU und Nicht EU Ländern.
  • Die nächste Packung Nudeln ziert eine italienische Flagge, hergestellt in der EU – aber wo, das steht nirgends.

Verwirrung in den Regalen, Verwirrung in den Köpfen... Europa ist Vielfalt, die Kennzeichnungspflicht macht aus dieser Vielfalt einen Einheitsbreii - zumindest, wenn es um die Herkunft geht.

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