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"Kein Handy vor 11": Kinderärztechef warnt vor zu früher Handynutzung

"Kein Handy vor 11": Kinderärztechef warnt vor zu früher Handynutzung
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Chatten, Daddeln, Streamen - Smartphone und Tablet gehören für viele Kinder zum Alltag dazu. Experten zufolge werden die Nutzer immer jünger.

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom verbringt mehr als jedes zweite Kind in Deutschland zwischen sechs und sieben Jahren zumindest manchmal Zeit vor dem Smartphone. 2014 war es noch jedes fünfte. Ab zehn Jahren hat bereits der Großteil ein eigenes Handy mit Zugang zum Web. Für die Studie wurden 915 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt.

Für Thomas Fischbach, den Präsidenten des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, ein besorgniserregender Trend. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" empfiehlt er: "Kein Handy vor elf Jahren!" Zudem müsse es auch nicht gleich internetfähig sein.

Fischbach appelliert vor allem an die Eltern, ihren Nachwuchs nicht einfach vor den Geräten zu "parken", sonst droht eine "permanente Reizüberflutung". Diese könnte zu Konzentrationsschwächen bei den Kindern führen und sich auf die schulischen Leistungen auswirken.

Eltern brächten ihren Kindern nicht mehr bei, zu spielen oder sich sinnvoll zu beschäftigen, so der Mediziner. Eine übermäßige Nutzung von Smartphones und Tablets hat seiner Meinung nach "katastrophale Folgen für die kindliche Entwicklung". "Je länger man die Smartphone-Nutzung der Kinder rausschiebe, umso besser.

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