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40 Jahre nach Geiseldrama: Iran verstößt erneut gegen Atomdeal

40 Jahre nach Geiseldrama: Iran verstößt erneut gegen Atomdeal
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Nazanin Tabatabaee/WANA via REUTERS
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Der Iran hat ein weiteres Mal gegen den internationalen Atomdeal von 2015 verstoßen. Inzwischen seien 60 Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb, doppelt so viele wie zuvor, hieß es aus Teheran.

Zudem entwickle man neuere und schnellere Zentrifugen, 50 Mal schneller als es der Atomvertrag erlaubt. Aus diesem zogen sich die USA vergangenes Jahr einseitig zurück. Seitdem verletzt der Iran schrittweise das Abkommen.

Teheran feiert 40. Jahrestag der Botschaftsbesetzung

Der jüngste Verstoß wurde heute, am 40. Jahrestag des Sturms auf die amerikanische Botschaft, gemeldet. Dieser Jahrestag und die Feinschaft zu Washington werden zur Stunde in Teheran von vielen Iranern zelebriert.

Ein Universitätsprofessor sagt: „Diese Botschaft senden wir an die ganze Welt: Sollte irgendjemand eine Invasion oder Verschwörung gegen uns planen, werden wir als Nation mit ganzem Herzen und aller Kraft dagegen ankämpfen."

"Wir sind heute hier, um den amerikanischen Politikern zu zeigen, zu was wir fähig sind und dass sie nichts sind vor unserem Volk", ruft eine junge Frau. "Wir werden Amerika zu Boden bringen.“

Geiselnahme von Teheran

„Tod für Amerika“ – unter diesem Schlachtruf hatten am 4. November 1979 revolutionstreue Studenten die US-Botschaft in Teheran gestürmt – u nd die Führung ließ sie gewähren. Die Begründung: Die diplomatische Vertretung Washingtons sei ein „Hort der Spionage“. 52 US-Diplomaten kamen in Geiselhaft und erst 444 Tage später wieder frei.

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