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Europol gelingt großer Schlag gegen IS-Online-Propaganda

Europol gelingt großer Schlag gegen IS-Online-Propaganda
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Der Polizeibehörde Europol ist einer eigenen Einschätzung zufolge ein Schlag gegen die Online-Propaganda des sogenannten Islamischen Staates (IS) gelungen.

An der Aktion waren elf europäische Staaten und neun Internetunternehmen beteiligt. Auch das Bundeskriminalamt (BKA) nahm teil. In Spanien wurde ein Verdächtiger festgenommen. Belgien hatte bei der mehrtägigen Aktion die Federführung.

Der Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft, Eric van der Sypt, erklärte:

"Neben den militärischen Aktionen in Syrien und im Irak und den Terrorangriffen in Europa führt der IS auch einen großen Kampf im Internet: mit Propaganda - koordiniert vom Mediennetzwerk des Islamischen Staates."

Laut belgischer Staatsanwaltschaft wurden Server des IS-Sprachrohrs Amaq angegriffen, man gehe davon aus, dass der IS nicht mehr im Internet präsent sei, hieß es weiter.

Europol nimmt 26.000 Online-Artikel vom Netz

Polizeiangaben zufolge wurden rund 26.000 Online-Artikel und Chatgruppen offline genommen. Außerdem habe man viele User-Accounts und Links gelöscht. Schon im vergangenen Jahr hatte Europol einen Online-Angriff auf den IS gestartet.

Der IS hat seine einstigen Herrschaftsgebiete im Irak und in Syrien verloren und gilt militärisch als besiegt. Nach einem Bericht der Anti-IS-Koalition vom Juni halten sich in dem Gebiet aber noch zwischen 14.000 und 18.000 IS-Anhänger auf, darunter 3.000 Ausländer.

Ende Oktober hatten US-Militärs den IS-Anführer Abu Bakr Al-Bagdadi im Nordwesten Syriens aufgespürt. Dort zündete er US-Angaben zufolge eine Sprengstoffweste und starb.

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