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Generalstreik in Fankreich: 90% der Züge im Fernverkehr fallen aus

Demonstrant in Marseille
Demonstrant in Marseille   -  
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REUTERS/Jean-Paul Pelissier
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Am großen Streiktag fallen heute 90 Prozent der TGVs und 80 Prozent der Regionalzüge in ganz Frankreich aus. Auch Flüge - vor allem bei AIR FRANCE - sind vom Streik betroffen.

In Paris und einigen anderen Städten gibt es zudem so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Dafür finden im ganzen Land etwa 250 Demonstrationen gegen die von der Regierung Macron geplante Rentenreform statt, durch die Sonderregelungen für viele Berufssparten abgeschafftt werden sollen.

Auch die meisten Schulen und Vorschulen werden bestreikt, so dass viele Eltern heute zu Hause bleiben.

Die Regierung musste mit der schlimmsten Streikbewegung seit 1995 rechnen. Die Gewerkschaften werden zudem von der Gelbwestenbewegung unterstützt.

Politikwissenschaftler Benjamin Morel meint, im Moment stehe die öffentliche Meinung hinter Emmanuel Macron.

Auf Twitter verweist ein Vertreter der Regierungspartei "La République en Marche" auf eine Umfrage, nach der 76 Prozent der Franzosen die Abschaffung der sogenannten "speziellen Rentensysteme" befürworten. Viele der streikenden Berufssparten wie Lehrer oder Bahnbeschäftigte dürfen früher als die Angestellten der Privatwirtschaft in Pension gehen.

Die Streiks könnten allerdings in den kommenden Tagen anhalten. Die Gewerkschaften wollen jeweils erst am Vortag entscheiden, ob die Arbeitsniederlegungen fortgesetzt werden.

Bei der Bahn SNCF können bis zum 8. Dezember keine TGV-Tickets gekauft werden.

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