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Eisbären-Alarm in Russland: 50 hungrige Tiere machen Dorf unsicher

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Eisbären-Alarm in Russland: 50 hungrige Tiere machen Dorf unsicher
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Drohnen-Aufnahmen des World Wildlife Fund zeigen dramatische Szenen im Nordosten von Russland.

Mehr als 50 unterernährte Eisbären haben in einem Dorf die Bewohner aufgeschreckt, um dort Walrosse anzugreifen.

In dem Ort Ryrkaipij werden jetzt Patrouillen organisiert, Kinder dürfen nicht mehr alleine nach draußen. Alle öffentlichen Veranstaltungen, die nicht in geschlossenen Räumen stattfinden, wurden abgesagt.

Fast alle Eisbären sind sehr dünn.
Tatyana Minenko
Sie hat die Eisbären beobachtet

Tatyana Minenko, die die Eisbären in Ryrkaipij beobachtet hat, meint: "Fast alle Eisbären sind sehr dünn - sowohl die erwachsenen Tiere als auch die kleinen. Da sind auch Muttertiere mit ihren Jungen."

Laut WWF herrschen im Polarmeer derzeit ungewöhnlich warme Temperaturen, so dass die Eisbären nicht auf dem Eis vor der Küste auf Robbenjagd gehen können. Klimaexperten machen die Erderwärmung dafür verantwortlich.

Mikhail Stishov von WWF-Russland erklärt: "Das Eis ist nicht dick genug. Wenn es genug Eis gäbe, könnten die Eisbären Robben jagen."

Schon in den vergangenen Monaten hatten sich Eisbären auf der Suche nach Futter Menschen angenähert, die sie normalerweise meiden.