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EU-Forschung verbessert Arbeitsplätze und Produktivität

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EU-Forschung verbessert Arbeitsplätze und Produktivität
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Roboter und Automatisierung verändern die industrielle Fertigung. Was kommt auf Fabrikarbeiter zu? In Finnland gibt es ein EU-Pilotprojekt zur Verbesserung von Arbeitsplätzen und Produktivität. Das ist das Thema dieser Futuris-Folge.

"Niemand kennt die Arbeit besser, als die Person, die sie macht: Auf dieser Idee gründet ein Projekt, mit dem man das Wissen und die Erfahrung von Fabrikarbeitern optimal nutzen will", sagt euronews-Reporterin Andrea Bolitho. "Wie bei "solution", einer Plattform, um Wissen auszutauschen - eine von 7 Maßnahmen, die darauf abzielen, die Arbeit interessanter zu gestalten und europäische Fabriken an die Spitze der globalen Fertigung zu bringen."

7 innovative Instrumente

Im finnischen Seinajoki testet das Metallunternehmen Prima Power zwei der sieben innovativen Instrumente des EU-Projekts "Factory2Fit". Bei der 4-Millionen-Euro-Studie geht es um neue Wege, um die zunehmende Arbeit zwischen Mensch und Maschine zu erleichtern. Laut Dr. Eija Kaasinen, Koordinatorin des Projekts Factory2Fit, Technisches Forschungszentrum Finnland VTT, steht der Mensch dabei im Mittelpunkt:

"Die Arbeiter können an der Gestaltung ihres Arbeitsumfeldes und der Arbeitsorganisation mitwirken. Sie haben auch Möglichkeiten, ihr Fachwissen zu teilen und Erfahrungen auszutauschen. Sachen, die oft unausgesprochen bleiben." Im Rahmen der vierten industriellen Revolution verändern Automatisierung und Robotik die Fertigung weltweit. "Natürlich gibt es manuelle Elemente. Aber die Arbeit wandelt sich in Richtung Wissensarbeit: Man arbeitet eher mit den virtuellen Abbildungen der echten Geräte", so die Projektkoordinatorin.

Auf der Trainings-Plattform "solution" findet man 3D-Modelle und Cloud-basierte Anleitungen. "Solution" ist ein Weg, Wissen und Erfahrungen zu teilen, die Mitarbeiter beim Bedienen der komplexen Maschinen erwerben - besonders, wenn es Probleme gibt:

"Hier kann der Arbeiter ein Dialogfenster öffnen, um zusätzliche Informationen über die Situation zu erhalten", erklärt Mariia Kreposna, "Solution"-Entwicklerin für die Prima Power-Software: _"Dort werden weitere Erfahrungen in Bildern oder Videos geteilt. Dahinter steckt die Idee, dass der Arbeiter in Zukunft mehr als die Standardmethode zur Verfügung haben soll, wenn diese Fehlermeldung auftritt sowie Möglichkeiten, diese in Zukunft zu vermeiden."
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In der Elekmerk-Fabrik in Keuruu haben Arbeiter das "Worker Feedback Dashboard" getestet, ein biometrisches Überwachungswerkzeug - ein Armband, das mit einer App verbunden ist. Sie zeigt die Arbeitsleistungen und das Wohlbefinden - wie Schlaf und tägliche Schritte - an und gibt Aufschluss darüber, wie diese beiden Faktoren zusammenhängen:

"Als wir während des Projekts Fabrikarbeiter befragt haben, war eine der Aussagen, dass es oft negatives Feedback gibt, wenn etwas nicht gut läuft. Wir wollten eine Anwendung entwickeln, die ihnen auch ein positives Feedback über ihren Workflow und ihre Leistungen gibt - also ein Feedback über die Dinge, die gut laufen", so Päivi Heikkilä.

Ville Vuarola war einer der fünf Arbeiter, die das Armband in der dreimonatigen Pilotphase trugen: "Mich hat überrascht, wie mein Schlaf meine Arbeitsleistung beeinflusst. Neben den Freizeitaktivitäten ist guter Schlaf wirklich wichtig für die Qualität meiner Arbeit."

Von den sieben Instrumenten war dies das umstrittenste, in Hinblick auf den möglichen Missbrauch von Mitarbeiterdaten: "Wenn wir solche Instrumente entwickeln, berücksichtigen wir immer die Ethik. Und wir betonen, dass der Einsatz auf freiwilliger Basis erfolgen sollte", erklärt Paivi Heikkilä.

Die gesammelten Daten werden auf einem separaten Server gespeichert, nicht im Werkssystem. Die Forscher gehen davon aus, dass zumindest ein Teil ihrer "Factory2Fit"-Instrumente bis Ende nächsten Jahres kommerziell verfügbar sein werden.