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Waffenverkauf boomt: Rüstungsunternehmen verbuchen 4,6 % Zuwachs

Waffenverkäufe boomen weltweit, leichter Rückgang in Deutschland
Waffenverkäufe boomen weltweit, leichter Rückgang in Deutschland   -  
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Thomas Tucker/Unsplash
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Die weltweit größten Konzerne für Waffen und militärische Dienstleistungen müssen sich keine Sorgen um ihr Bestehen machen: Im vergangenen Jahr verzeichneten sie 420 Milliarden US-Dollar (rund 379,5 Mrd Euro) Umsatz, das entspricht einem Zuwachs von 4,6 Prozent.

Aus dem neuen Bericht des Forschungsinstituts SIPRI, der die Verkäufe der Top 100 Unternehmen der Rüstungsindustrie analysiert, geht zudem hervor, dass diese Big Player ihre Verkäufe seit 2002 um 47 Prozent gesteigert haben.

Bei der Analyse muss allerdings berücksichtigt werden, dass chinesische Unternehmen aufgrund fehlender Daten nicht erscheinen.

Europa: Rückgang für deutsche Rüstungsunternehmen

Die vier deutschen Rüstungsunternehmen in der Rangliste verkauften 3,8 Prozent weniger Waffen im Vergleich zum Vorjahr. "Einem Anstieg der Auslieferungen von Militärfahrzeugen durch Rheinmetall, das größte deutsche Rüstungsunternehmen, stand ein Umsatzrückgang des Schiffbauers ThyssenKrupp gegenüber", erklärte Pieter D. Wezeman, Senior Researcher beim SIPRI-Programm Rüstung und Militärausgaben.

In Europa hat Großbritannien weiterhin die höchsten Waffenverkäufe, auch wenn die Zahlen für 2018 um 4,8 Prozent zurückgingen auf 35,1 Milliarden US-Dollar (31,7 Mrd. Euro). Dahinter folgt Frankreich mit 32,2 Mrd. US-Dollar (29,1 Mrd. Euro) Umsatz.

Alle Top 5 Rüstungsunternehmen aus den USA

Zum ersten Mal seit Herausgabe des Berichts des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) kommen die fünf absatzstärksten Unternehmen alle aus den USA. Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman, Raytheon und General Dynamics verkauften alleine Waffen im Wert von 148 Milliarden Dollar (rund 134 Mrd. Euro) - das entspricht 35 Prozent der Verkäufe weltweit.

US-Präsident Donald Trump hatte 2017 eine Modernisierung des Rüstungsprogramms angekündigt, die dazu führte, dass große Konzerne fusionieren, um die neue Generation von Waffensystemen produzieren zu können und damit besser in der Lage zu sein, Aufträge von der US-Regierung zu erhalten, wie Aude Fleurant, Direktorin des Rüstungs- und Militärausgabenprogramms von SIPRI erklärte.

Auch türkische Waffen verkaufen sich gut

In den Top 100 Unternehmen, die SIPRI in seiner Rangliste führt, macht sich vor allem die Türkei mit einem starken Zuwachs bemerkbar: 22 Prozent mehr Waffen konnten die türkischen Hersteller im Jahr 2018 verkaufen. Das entspricht einem Wert von rund 2,5 Mrd Euro.

Und wie sah die Lage im vergangenen Jahr aus? Lesen Sie hier mehr.

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