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Schottland: Rückenwind für neues Unabhängigkeitsreferendum

Schottland: Rückenwind für neues Unabhängigkeitsreferendum
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Die Debatte um eine Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien ist nach den Unterhauswahlen wieder aufgeflammt. Die schottische Nationalpartei von Nicola Sturgeon hatte 48 von 59 schottischen Sitzen im Unterhaus gewonnen und sieht sich ihn ihrem Vorhaben für ein erneutes Referendum bestärkt. Die Regierung von Boris Johnson müsse das Selbstbestimmungsrecht der Schotten respektieren.

"Ich glaube, die Konservativen laufen Gefahr, dass sie, je mehr sie versuchen, den Willen der schottischen Bevölkerung zu blockieren, je mehr sie Verachtung für die schottische Demokratie zeigen, desto mehr s tärken sie die Unterstützung für die Unabhängigkeit. Und in diesem Sinne machen Sie meine Arbeit für mich", sagte Sturgeon.

SNP-Fraktionschef Ian Blackford erklärte:

"Die Tories müssen akzeptieren, dass sie verloren haben. Sie müssen akzeptieren, dass die SNP die Wahl gewonnen hat. Und wir haben in diesem Wahlkampf dafür gekämpft, den Menschen in Schottland das Recht zu geben, ihre eigene Zukunft zu bestimmen. Wir haben also bereits ein Mandat für ein Unabhängigkeitsreferendum."

"Schottland ist stärker im Vereinigten Königreich"

Die britische Regierung hat einer neuen Abstimmung bereits eine Absage erteilt. Kabinettsminister Michael Gove sagte:

"Es gab schon 2014 ein Referendum darüber, ob Schottland Grossbritannien verlassen sollte oder nicht. Damals hieß es, dass das Referendum diese Frage für eine ganze Generation klären würde. Wir haben gerade bei den Parlamentswahlen gesehen, was passiert, wenn Politiker versuchen, ein Referendum-Ergebnis zu revidieren. Und genauso sollten wir das Ergebnis des Referendums von 2014 respektieren. Schottland ist als Teil des Vereinigten Königreichs stärker. Sie können gleichzeitig eine stolzer Schotte und ein stolzer Brite sein. "

Im September 2014 hatten die Schotten schon einmal über eine Unabhängigkeit von London abgestimmt. Damals sprachen sich 55 Prozent der Wähler für einen Verbleib im Königreich aus. Zwei Jahre später stimmte Schottland jedoch mehrheitlich für einen Verbleib in der EU. Deshalb stelle sich die Frage nach einer Unabhängigkeit erneut, argumentieren die Befürworter eines Referendums.

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