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3 Frauen aus Krefeld für Tod von über 30 Zootieren verantwortlich

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3 Frauen aus Krefeld für Tod von über 30 Zootieren verantwortlich
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AFP
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Die Ursache für den verheerenden Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos ist offenbar geklärt. Nach Einschätzung der Polizei wurde das Feuer durch eine sogenannte Himmelslaterne ausgelöst - ein Brauch der aus China kommt.

AFP

Mehr als 30 Tiere, darunter Menschenaffen wie Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans waren in dem Feuer verbrannt.

Eine 60-Jährige Frau aus Krefeld und ihre beiden erwachsenen Töchter haben solche Laternen in der Silvesternacht steigen lassen. Sie haben sich selbst der Polizei gestellt.

Polizei: Die Frauen sind am Boden zerstört

Auf einer Pressekonferenz klärte Gerd Hoppmann vom polizeilichen Ermittlerteam auf: "Aus meiner Sicht sind das ganz normale, bürgerliche Menschen, die eigentlich sehr vernünftig und verantwortungsbewusst wirken. Sie dachten, dass es an Silvester erlaubt sei, diese Leuchten steigen zu lassen."

Die drei Frauen hätten erklärt, dass sie in der Silvesternacht fünf der Leuchten in den Himmel aufstiegen ließen. Vier der Himmelslaternen habe man sichergestellt, die fünfte habe mit hoher Wahrscheinlichkeit den Brand ausgelöst. "Und ich muss sagen, ich finde es sehr couragiert und es gehört etwas dazu, die Polizei zu kontaktieren und zu sagen, ich glaube, wir sind dafür verantwortlich. Das finde ich hochanständig und das hat meinen Respekt", so Gerd Hoppmann von der Polizei.

Zwei Schimpasen haben das Unglück wie durch ein Wunder überlebt. Der Zoodirektor Wolfgang Dreßen: "Die beiden haben dieses Feuer überlebt. Wir wissen nicht, wie das möglich war. Sie haben leichte Brandverletzungen, wurden dann in Narkose gelegt und in ein anderes Gehege überführt."

Händler haben als Reaktion auf den Brand angekündigt den Verkauf von Himmelslaternen zu beenden.

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