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Migrationskrise: Generalstreik auf den griechischen Inseln

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Migrationskrise: Generalstreik auf den griechischen Inseln
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Auf den griechischen Inseln in der Ostägäis sind Einheimische gegen die Migrationskrise auf die Straße gegangen. Sie stemmen sich gegen die Überfüllung der Flüchtlingslager und die Untätigkeit der Politik. Über 40.000 Migranten leben in den Aufnahmezentren der Inseln. Das hat die öffentliche Versorgung an den Rand des Zusammenbruchs gebracht.

"In diesen Lagern könnten nicht mal Tiere vernünftig leben, es ist eine Schande. Aber ich kann ja auch nicht dafür", sagt ein Anwohner.

Die Situation im größten Lager Moria, in dem 19.000 Menschen auf engstem Raum leben, wird immer wieder angeprangert. Die Flüchtlinge hier sorgen sich besonders um ihre Sicherheit.

Euronews Reporterin Fei Doulgeri war in Moria. "Die Migranten und Flüchtlinge die hier im Camp Moria leben sagen, dass die Sicherheit das Hauptproblem ist. Wenn die Nacht__anbricht, wird die Lage hier noch schwieriger", sagt sie.

Geduld der Einheimischen erschöpft

Auch auf der Nachbarinsel Chios protestieren Einheimische gegen die Tatenlosigkeit und den Stillstand der Politik. Viele fordern, dass Migranten mit Aussicht auf Asyl schnell auf das griechische Festland gebracht werden. Auf den Inseln selbst gibt es nicht genug Übersetzer und Beamte, um die Masse an Asylanträgen zu prüfen.

Panos Kitsikopoulos von Euronews war in Chios dabei. "Die meisten Demonstranten sagen nicht dass die Migranten einfach loswerden wollen. Die Menschen Chios kennen Migration auch aus eigener Erfahrung, viele griechische Bewohner dieser Insel sind in der Vergangenheit selbst Migranten gewesen. Sie stehen zu ihrer humanitären Pflicht. Doch sie sagen, dass sie die Überfüllung nicht länger aushalten können."

Die Geduld der Einheimischen scheint erschöpft. Die neue griechische Regierung zeigte Verständnis für die Proteste und hat Besserung angekündigt.