Eilmeldung
This content is not available in your region

Angela Merkel zum Klimawandel: "Die Zeit drängt"

Merkel in Davos
Merkel in Davos   -   Copyright  AP/Markus Schreiber   -   Markus Schreiber
Schriftgrösse Aa Aa

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat auf dem Weltwitschaftsforum in Davos eine Grundsatzrede gehalten. Dabei sprach sie über den Klimwandel und die internationale Zusammenarbeit in der Krisenbewältigung.

Merkel stellte unter anderem die Politik der Bundesrepublik im Kampf gegen die Klimaerwärmung vor. Sie sprach zudem über den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und dem Streben nach emissionsfreiem Leben.

Deutschland sei eigentlich "ein relativ friedliches Land", doch diejenigen, die sich für einen Wandel einsetzen und diejenigen, die von der Idee nicht ganz so überzeugt sein, ständen sich kritisch gegenüber. Sie sprach von einem großen gesellschaftlichen Spannungsfeld.

"Die Zeit drängt" - sie sei 65 Jahre alt und die Ungeduld der Jugend müsse positiv und konstruktiv aufgenommen werden." Es sei normal, dass man sich als junger Mensch derzeit frage, wie die Zukunft in Bezug auf Artenvielfalt und Klimaverträglichkeit. "Wir sind zum Handel aufgefordert", so die Kanzlerin.

Auch in Deutschland gebe es die Menschen, die nicht vom Klimawandel überzeut sind. Wie man diese Menschen "mitnehme" und "begeistere" sei eine Herausforderung.

"Wie versöhne ich diejenigen, die an den Klimawandel einfach nicht glauben wollen, die einfach so tun, als wäre es eine Glaubensfrage? Für mich ist es eine klassische Frage der völlig klaren Evidenz durch wissenschaftliche Daten", so Merkel.

Man lebe in einer Zeit, in der Fakten mit Emotionen konkurrieren und diese müssten versöhnt werden. Das setze voraus, dass man miteinander spricht.

"Die Unversöhnlichkeit und Sprachlosigkeit, die zum Teil herrscht, zwischen denjenigen, die den Klimawandel leugnen und denjenigen, die ihn sehen und dafür kämpfen, dass wir ihn bewältigen, die macht mir Sorge und die muss überwunden werden."

Wenn man in eine Zukunft schaut, in der es weniger Kommunikation gebe, als im Kalten Krieg, dann habe man ein Problem. Auch wenn es noch so schwer fällt, müsse man sich austauschen, weil man sonst in seinen Blasen lebt. Das digitale Zeitalter solle diesen Austausch verbessern, so die Kanzlerin.

Das Weltwirtschaftsforum sei ein Ort, an dem Gesprächskanale geöffnet werden, die nicht immer ganz selbstverständlich sein, so Merkel mit Hinsicht auf die Bedeutung des Wirtschaftstreffens in den Schweizer Alpen.